Stolberg - Historische Anlagen an der Vicht im Blick: Testlauf für neues Angebot

Historische Anlagen an der Vicht im Blick: Testlauf für neues Angebot

Von: dö
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Die Gruppe ist sich einig: Sie sind allemal einen Besuch wert: Die alten Frischöfen auf dem in Vicht liegenden Neuenhammer. Foto: T. Dörflinger

Stolberg. Als „Testlauf“ für ein neues Angebot der Stolberg-Touristik kann man die Veranstaltung bezeichnen, die kürzlich die historischen Anlagen der Vichttaler Eisenindustrie zum Ziel hatte. Geleitetet wurde die Exkursion von Peter Sieprath.

Sie beschäftigt sich nicht nur mit dem Neuen- und Junkershammer, sondern auch mit der evangelischen Kirche an der Apfelhofstraße und dem dortigen Friedhof.

Teilnehmer der rund zweistündigen Wanderung, die von Vicht nach Zweifall führte, war eine kleine Gruppe, die sich aus Mitgliedern des Lions-Club Eschweiler/Stolberg und der gleichnamigen Eupener Organisation zusammensetzte.

Sieprath, Lehrer für Deutsch und Geschichte am Ritzefeld-Gymnasium, nutzte die Exkursion, um vor Ort Erfahrungen zu sammeln und mit in Frage kommenden Probanden ins Gespräch zu kommen. Erfahrungen, die in das neue Angebot der Stolberg Touristik einfließen sollen, das sich vordergründig um die Geschichte der Vichttaler Eisenindustrie drehen wird.

Geplant ist, dass die neue Veranstaltung im Mai startet und dann zwei mal jährlich angeboten wird. Abschluss der Tour, soll, wie jetzt auch geschehen, eine gastronomische Einkehr sein. Einkehrort war diesmal der Vichter Dorfladen, wo die Besucher der Sieprath-Tour mit Kaffee und Kuchen bewirtet wurden. Und wenn es nach Sieprath geht, soll auch bei den geplanten zukünftigen Touren der Vichter Dorfladen der kulinarische Abschluss sein.

„Schließlich sollen Gastronomie, Natur und Historie eine Einheit bilden. Und für den Bereich Gastronomie erweist sich der Dorfladen als geradezu ideal“, versicherte der 65- jährige Gästeführer, der auch Touren und Rundgänge anbietet, die sich mit der Geschichte der Altstadt und den einstigen örtlichen Brauereien beschäftigt. Begonnen hatte die Tour auf dem an der Straße Münsterau liegenden Neuenhammer, wo Sieprath den Besuchern, die Funktion und Nutzung der Hoesch-Gründung erläuterte. Besonders ausführlich widmete er sich dabei den beiden auf dem Neuenhammer vorhandenen Frischöfen.

Diese aus Bruchstein gefertigten, kegelförmigen Anlagen, die einst der Weiterverarbeitung des Roheisens gedient haben, werden derzeit von Neuenhammer-Anwohner Dr. Peter Bartz-Bazzanella aufwändig saniert. Und das unter Einsatz von finanziellen Eigenmitteln und gepaart mit hohem Sachverstand und Engagement. So soll beispielsweise der störende Bewuchs entfernt werden und Innen und Außen eine Sanierung des Mauerwerks erfolgen. Geplant ist auch, dass die Entlüftungshauben des Denkmals fachgerecht und nach historischen Vorlagen wieder hergestellt werden.

Vom Neuenhammer aus zog die kleine Gruppe zum Junkershammer, um auch diesen Reitmeisterhof noch fachmännisch unter die Lupe zu nehmen. Bevor man im Vichter Dorfladen einkehrte, wurde noch die 1683 entstandene evangelische Kirche und der daran angrenzende Reitmeisterfriedhof besichtigt. Im Vichter Dorfladen wurden die Exkursionsteilnehmer bereits von Rudolf Vanderhuck erwartet, der die Gäste dann noch mit Daten und Fakten aus der inzwischen einjährigen Geschichte des Erfolgsprojekts Vichter Dorfladen versorgte.

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