Hinreißende Klassiker und ein flottes Medley zum Schluss

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:
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Blickt auf ein Jahr mit neuen Erfahrungen zurück: Der Frauenchor „Chorius”.

Stolberg. Der Stolberger Frauenchor „Chorios” hat seinen ganz eigenen Klang. Die jungen Frauen singen Klassik, Jazz, Pop, Chansons oder Musical-Melodien - wichtig ist ihnen, dass die Musik ihnen selbst gefällt, so dass ihre Begeisterung auf das Publikum überspringen kann.

Da es ihnen oft an der passenden Literatur mangelt, schreibt der Chorleiter Gregor Josephs die meisten Arrangements für den 1997 gegründeten Frauenchor. Für ihr diesjähriges Konzert im Kulturzentrum Frankental hatten sich die „choriosen” Damen viel vorgenommen, da sie sich echten Poplegenden widmeten. Eine Disco-Kugel leuchtete bunt auf der Bühne, die mit E-Gitarre und zahlreichen Schallplatten-Covern bestückt war: Sting und Tracy Chapman zierten die Kulisse, und in silbernen Lettern glänzte der Schriftzug „Abba”.

Leidenschaftlich huldigte Chorios Pop-Titanen wie Eric Clapton, dessen Titel „Wonderful tonight” ebenso zum Programm gehörte wie Stevie Wonders „You are the sunshine”. Neben sanften Balladen wie „Fields of gold” von Sting präsentierten die 13 Sängerinnen auch das flotte Stück „Bus Stop” von den Hollies oder das rhythmische „Walking on the moon” der Band „The Police”.

Instrumentale Unterstützung genoss Chorios durch den Leiter Gregor Josephs: Der ausgebildete Kirchenmusiker begleitete seine Frauen am Flügel und lieferte dazu gemeinsam mit Johannes Flamm mitreißende Soli.

Flamm spielte wechselweise Sopran-, Alt- und Tenorsaxophon sowie Alt-Klarinette und die beiden Instrumentalisten gerieten zur großen Freude des Publikums immer wieder in einen Improvisations-Dialog von hoher musikalischer Klasse. Dieser gipfelte in den im Chorios-Programm enthaltenen Instrumentalteil, bei dem Joe Cockers „You are so beautiful” der Ausgangspunkt einer Jazz-Session war, in der Josephs und Flamm mit ihrem Können und ihrer Spielfreude die Zuhörer absolut zu begeistern wussten.

Stimmlich schufen die Damen des Chors eine romantische Atmosphäre mit hinreißenden Klassikern wie „Scarborough Fair”, bekannt durch Simon and Garfunkel, oder dem Volkslied, von dem man sagt, dass jeder Ire weinen muss, wenn er es hört: „Danny Boy”. Zum Ende des unterhaltsamen Abends hieß es dann aber noch „Mamma Mia” und schwungvoll gab Chorios ein peppiges ABBA-Medley mit vielen ihrer größten Hits zum Besten.

Nun ließ das Publikum den Chor nach dem gelungenen Abend voller Pop-Legenden natürlich nicht ohne eine Zugabe von der Bühne ziehen. Das zweistündige und doch sehr kurzweilige Programm beendete der Frauenchor stilecht mit Reinhard Mey und sang zum Abschied: „Gute Nacht, Freunde”.
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