Hilfe vom Sozialen Netz der Bundeswehr-Kameradschaft

Von: -jül-
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Diskutierten am Rande des Neujahrsempfangs der Bundeswehr-Kameradschaft über Hilfe für Hinterbliebene: Bw-K-Geschäftsführer Ralf Daum, der stellvertretende Schulkommandeur Oberst Günter Selbert, Marlies Böken, Birgitt Heidinger und Oberst a.D. Joachim Schaprian (v.l.). Foto: J. Lange

Stolberg/Aachen. Seit eineinhalb Jahren ist das soziale Netzwerk für Soldaten, Angehörige und Ehemalige, die Bundeswehr-Kameradschaft www.bw-k.de online, und längst ist die Arbeit der von dem Stolberger Ralf Daum und dem Eicherscheider Jens Siebertz gegründeten Gemeinschaft bestens bekannt im Bundesverteidigungsministerium in Bonn und Berlin.

Die Rolle des Netzwerkes unterstrich Birgitt Heidinger durch ihren Besuch beim Neujahrsempfang im Offiziersheim Gut Neuhaus, den die Bundeswehr-Kameradschaft gemeinsam mit der Jenny-Böken-Stiftung ausrichtete. Birgit Heidinger ist seit Sommer 2010 die Leiterin der Ansprechstelle für Hinterbliebene der Bundeswehr. Ihre Betreuung gilt Hinterbliebenen, deren Angehörige im Dienst der Bundeswehr zu Tode gekommen sind; dies umfasst nicht ausschließlich Gefallene, sondern auch Todesfälle durch Unfälle oder andere Unglücke.

Die Hilfe ist von Fall zu Fall höchst individuell und entsprechend der jeweiligen Bedürfnisse und Lebenssituationen der Hinterbliebenen ganz unterschiedlich. „Wir verstehen uns als Drehscheibe, die auch auf Hilfestellungen an anderen Stellen verweist“, sagt Heidinger, deren Tätigkeit weit über die weiteren Beratungs- und Betreuungsstellen der Bundeswehr hinaus geht. Rund 55 Klienten werden von ihr derzeit sehr intensiv, privat und individuell betreut.

Dazu zählt beispielsweise die Begleitung bei einem Besuch des Todesortes oder bei wichtigen Terminen und Veranstaltungen wie auch eine Betreuung in rechtlichen und versicherungstechnischen Fragen sowie bei Behördenkontakten.

Auch die Gemeinschaft der Bundeswehr-Kameradschaft bietet neben den üblichen Angeboten sozialer Netzwerke ein umfangreiches Angebot an Kontakten zu Selbsthilfeverbänden und Hilfseinrichtungen im Bundeswehrumfeld, betonte Geschäftsführer Ralf Daum. Bw-K präsentierte sich bei zahlreichen militärischen Anlässen als Ansprech- und Gesprächspartner, Mitglieder waren aktiv in Arbeitsgruppen des Ministeriums zur Unterstützung von Soldatenfamilien bzw. einsatzgeschädigten und traumatisierten Soldaten.

Erstmals wurde mit Partnern aus Bundeswehr, Reservistenverband und dem Netzwerk der Hilfe ein Tag zur Entspannung nebst Biwak unter dem Motto „Wir sagen Danke“ im Movie Park Bottrop angeboten; er soll am 6. Juli wiederholt werden.

Im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs stand der persönliche Kontakt zwischen Mitgliedern und Besuchern.

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