Hilfe für Flüchtlinge: 30 blaue Säcke voll Spenden gesammelt

Von: akas
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Ehrenamtsbeauftragte Hildegard Nießen (links) und Inklusionsbeauftragter Lukas Franzen sind beeindruckt von der Spendenaktion der Gutenbergschule für Flüchtlinge. Foto: A. Kasties

Stolberg. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Mehr als 30 blaue Mülltüten stapeln sich auf dem Fußboden. Die schwarze Beschriftung auf dem blauen Plastik deutet auf den Inhalt, dessen Wert das äußere Erscheinungsbild deutlich übertrifft.

Jacken, Spielsachen, Babykleidung, Kuscheltiere. Selbst zwei Bobbycars, eine Babypuppe samt Bettchen und zwei Koffer finden sich in dem Sammelsurium. Die 15 Schüler der Klasse 9.3 der Gutenbergschule haben ganze Arbeit geleistet. Zwei Wochen lang gingen sie von Klasse zu Klasse und sammelten Sachspenden für Stolberger Flüchtlinge.

SkF koordiniert die Vergabe

Der Ursprung der Aktion liegt in dem Projekt „Zeitung und Schule“, das unsere Zeitung in Zusammenarbeit mit zahlreichen Schulen durchführt, erzählt Klassenlehrerin Ute Beckmann. Statt weiterhin nur über die Situation von Flüchtlingen zu lesen, wollten die Schüler der Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Sprache selbst tätig werden. Die Spenden sollen nun dem Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) übergeben werden. Dieser koordiniert die weitere Zuteilung an die Flüchtlinge.

„Die Idee kam von den Kindern selbst“, betont Beckmann. Während eine Schülergruppe eigenständig einen Elternbrief verfassten, gestalteten ihre Mitschüler eine Infotafel. Auf dieser stellten sie Fallbeispiele und allgemeine Informationen über die Flüchtlingskrise zusammen.

„Wir wollen helfen! Du auch?“, prangert dort in großen Lettern. Das Projekt kam bei den Mitschülern an. Aus allen Jahrgangsstufen wurden Sachspenden in den Raum im ersten Stock der Gutenbergschule gebracht, wo Schüler der 9.3 sie anschließend sortierten.

„Wir haben nicht damit gerechnet, dass es so viel wird“, sagt Schülerin Vivian stolz. Beckmann und Ute Siebert, stellvertretende Schulleiterin, betonen: Die Schüler der Klasse 9 seien zwar die Initiatoren, doch das Projekt habe die ganze Schule getragen.

Beeindruckt von dem Engagement der Schüler zeigten sich auch die städtische Ehrenamtsbeauftragte Hildegard Nießen und Lukas Franzen, Inklusionsbeauftrager der Stadt Stolberg. „Ich hoffe, dass sich viele junge Menschen ein Beispiel daran nehmen“, sagte Nießen.

Lukas Franzen ergänzte: „Inklusion bedeutet ja nichts anderes, als dass niemand ausgeschlossen wird. Hier sieht man, wie das vorgelebt wird. Das ist eine tolle Willkommenskultur.“

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