Stolberg - Heute Werth, morgen Gressenich und Venwegen

Heute Werth, morgen Gressenich und Venwegen

Von: Jürgen Lange
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Sie haben beim symbolische Start zum schnellen Internet in Werth das Glasfaser in der Hand: Herbert Müller (l.) und Stefan Preis (r.) von der Telekom mit den beiden Landtagsabgeordneten Stefan Kämmerling (2.v.l.) und Axel Wirtz (2.v.r.) sowie Bürgermeister Tim Grüttemeier. Foto: J. Lange

Stolberg. Der „Breitband-Express“ rollt in Stolberg seinem Zielbahnhof entgegen. Am Dienstag wurde offiziell das schnelle Internet in Werth in Betrieb genommen. Im November möchte die Telekom Gressenich und Schevenhütte an das mit Glasfaser ertüchtige Netz nehmen, und bis Weihnachten soll Venwegen folgen.

„Dann ist das Stolberger Stadtgebiet weitestgehend versorgt“, freut sich Tim Grüttemeier und erinnert mit einem Blick zu Rita Felden an den Ausbaubeginn am 20. Januar in Werth. „Die größte Sorge war, dass der Karnevalsumzug ungehindert ziehen kann“. Das konnte er. „Alles hat prima geklappt“, sagt die Karnevalistin und Ratsdame. „Der Ausbau im Ort war schnell und problemlos für uns Werther“, sagt Felden.

Auch in diesem Stadtteil setzt die Telekom auf Vectoringtechnik. Mit Glasfaserkabeln werden die zentralen Multifunktionsgehäuse angeschlossen, von dort werden die vorhandenen Kupferkabel zu den Hausanschlüssen ertüchtigt. „Zwei Kilometer Glasfaserkabel wurden verlegt und in Werth zwei Multifunktionsgehäuse aufgestellt“, sagt Herbert Müller, der für den Ausbau verantwortliche Teamleiter der Telekom: „Ab sofort stehen Anschlüsse mit bis zu 50 Megabit pro Sekunde für die 536 Haushalte in Werth zur Verfügung.“

Wer diese nutzen will, muss allerdings seinen Vertrag ändern, erklärt Regiomanager Stefan Preis. Informationen dazu bietet die Telekom in ihrem Beraterbus, der auch heute noch an der Ecke von Albertsgrube und Dorfstraße vor Ort ist. „Das neue Netz ist so leistungsstark, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich ist“, so Preis.

Nachdem im Dezember 2015 der Stolberger Vorwahlbereich 02402 mit schnellem Internet versorgt worden ist und der Ausbau in Gressenich, Schevenhütte und Venwegen von der Telekom bis Ende diesen Jahres angekündigt worden war, blieb Werth zunächst als weißer Fleck im Stadtgebiet übrig. Ohne öffentliche Fördermittel hätte die Telekom dort aus wirtschaftlichen Gründen den Ausbau nicht vorantreiben können.

„Es blieb eine Finanzierungslücke von 190.000 Euro. „Uns ist es gelungen, 90 Prozent dieser Summe über ein Förderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen zu bekommen“, dankte der Bürgermeister den beiden Landtagsabgeordneten Stefan Kämmerling und Axel Wirtz, die sich in Düsseldorf für eine Förderung stark gemacht haben. Das Land beteiligte sich mit 171.185 Euro; die Stadt musste somit noch knapp 19.000 Euro zuschießen.

Seit eineinhalb Jahren können im Vorwahlbereich 02402 bereits 25.000 Haushalte einen bis zu 110-MBit/s schnellen Internetanschluss nutzen. Dazu waren 53 Kilometer Glasfasernetz verlegt und 90 Multifunktionsgehäuse aufgestellt worden. Vor einem Jahr ist das Gewerbegebiet Camp Astrid ans schnelle Internet gebracht worden. Derzeit laufen die Erdarbeiten für die Versorgung von Gressenich und Schevenhütte. Für die letzten unterversorgten Bereich hofft Grüttemeier, einen Förderantrag Mitte des Jahres stellen zu können.

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