Stolberg-Vicht - Hertha macht die Sensation des Turniers perfekt

Hertha macht die Sensation des Turniers perfekt

Von: schl
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Vichttal und Rott lieferten sich im Spiel um Platz3 ein spannendes Duell. In dieser Szene kommt Vichttals Frank Fischer (links) gegen Andreas Kühnemann einen Schritt zu spät. Foto: J. Schlegelmilch

Stolberg-Vicht. Bis zum großen Finaltag wartete der 33. Autopark-Stolberg-Pokal vergeblich auf die großen sportlichen Überraschungen. Und ausgerechnet im prestigeträchtigen Finale passierte das, womit wohl die allerwenigsten gerechnet hätten.

Hertha Walheim schlug den Titelverteidiger SV Breinig vor rund 500 Zuschauern in packenden 90 Minuten mit 2:1 und sorgte damit für die erste echte Sensation des Turniers.

Zwar ist die Niederlage der Breiniger gegen den Rivalen aus dem Aachener Süden auf dem Papier nicht unbedingt eine Überraschung. Doch Breinig musste sich nicht etwa der Landesliga-Mannschaft der Hertha, sondern der in die KreisligaA aufgestiegene Zweitvertretung geschlagen geben, die die erste Mannschaft aufgrund der parallel stattfindenden Aachener Stadtmeisterschaft ab dem Viertelfinale vertrat.

SV Breinig - Hertha Walheim 1:2 (1:1): Dementsprechend groß war der Jubel nach dem Schlusspfiff auf Walheimer Seite, die Breiniger starrten hingegen konsterniert auf den Rasenplatz auf dem Dörenberg.

Dabei hatte für sie alles noch planmäßig angefangen: Der SV hatte das Spiel von Beginn an unter Kontrolle und ging bereits nach zehn Minuten durch Nick Capellmann in Führung. Walheims Torwart Stefan Corr blieb auch danach nicht beschäftigungslos, doch weder Marc Thomsen noch Peter Flaam nutzten ihre Chancen.

Breinig blieb zwar dominant, sollte die Quittung für die ausgelassenen Möglichkeiten aber noch vor der Halbzeit bekommen: Florian Schuhmacher wurde nach einer Flanke von links nicht eng genug gedeckt und köpfte zum überraschenden Ausgleich (37.).

Auch nach der Halbzeit änderte sich das Bild nicht. Breinig drängte und Walheim konterte. Insbesondere Breinigs Stürmer Marc Thomsen sorgte immer wieder für Gefahr im gegnerischen Strafraum - zu mehr aber auch nicht.

Und so passierte das, was zwangsläufig passieren musste: Langer Ball auf Walheims Stürmer Daniel Arnemann, der vom rechten Strafraumeck Vollspann abzieht - Traumtor in den Winkel zum 2:1 (66.). Die Breiniger Proteste auf Abseits fanden beim Schiedsrichter kein Gehör - dafür wurde es in den letzten 20 Minuten noch einmal richtig spannend und hitzig.

Der SV warf alles nach vorne, Walheim verteidigte die knappe Führung. Kurz vor Schluss sah Peter Flaam noch die Rote Karte, was aber auch nichts mehr am Spielausgang änderte. Am Ende musste der SV sogar noch froh sein, dass Daniel Arnemann weitere Kontermöglichkeiten kläglich vergab und es beim 1:2 blieb.

VfL Vichttal - SV Rott: 7:8 n.E. (0:2/3:3): Ebenso nachlässig wie Breinig ging auch der SV Rott im Spiel um Platz drei mit seinen Chancen um; die Rotter kamen jedoch mit einem blauen Auge davon. Gegen den VfL Vichttal sahen die Zuschauer in der ersten Halbzeit ein ausgeglichenes Spiel, wobei Lukas Krass und Jerome Gramerstorf den einminütigen Tiefschlaf der Vichttaler Abwehr zur 2:0 Pausenführung nutzten (45.).

Nach dem 3:0 durch Casper (66.) war das Spiel eigentlich schon entschieden, zumal Daniel Neukirchen die Chance zum Anschlusstreffer per Foulelfmeter vergab (72.).

Innerhalb von 13 Minuten kämpfte sich der Gastgeber jedoch ins Spiel zurück: Erst machte Neukirchen mit zwei Toren - die ihm mit insgesamt sieben Treffern den Preis des besten Turnierschützen sicherten - seinen Fehlschuss wieder wett (77., 89.), dann traf Barrientos mit der letzten Aktion per Freistoß zum umjubelten Ausgleich ins Netz (90.). Im Elfmeterschießen gewann Rott aber noch mit 8:7.

„Ich bin mit dem Spiel sehr zufrieden, wir haben uns zurückgekämpft und nie aufgegeben”, sagte Vichttals Trainer Manfred Moers nach dem Spiel. „Auch wenn wir noch nicht da sind, wo wir hinwollen, hat man gesehen, dass der Zusammenhalt der Mannschaft stimmt.”

Volksfest zum Abschluss

Dass der Zusammenhalt nicht nur in der Mannschaft des VfL, sondern auch im Verein stimmt, bewies das traditionelle Volksfest auf dem Dörenberg zum Abschluss des zweiwöchigen Turniers. Zahlreiche ehrenamtliche Helfer aus dem Verein zeichneten dafür verantwortlich, dass es den gut 1000 Besuchern an nichts fehlte.

Nach dem fulminanten Abschlussfeuerwerk über Vicht sorgte zudem die Coverband „For Example” für ausgelassene Stimmung - selbst bei den Breinigern, die die Niederlage im Prestigeduell schon wieder vergessen hatten.
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