Stolberg - Heizkosten gespart: ein gutes Zeugnis für Stolberg

Heizkosten gespart: ein gutes Zeugnis für Stolberg

Von: Robert Flader
Letzte Aktualisierung:

Stolberg. Man kann nicht unbedingt behaupten, dass Stolberg finanziell auf einer Erfolgswelle unterwegs ist. Eher das Gegenteil ist der Fall.

Doch auch in Zeiten von drohender Überschuldung und Nothaushalt gibt es Dinge, die bei den Verantwortlichen in der Verwaltung für gute Laune sorgen. Der Energiebericht 2011 zum Beispiel, der der Stadt ein überaus positives Zeugnis zum Thema Energieeinsparung ausstellt.

Darin heißt es unter anderem, dass bei städtischen Gebäuden in einem Zeitraum von elf Jahren (2000 bis 2011) rund 3,1 Millionen Euro witterungsbereinigte Heizkosten eingespart wurden. Solche Zahlen nimmt auch der zuständige Fachbereichsleiter Bernd Kistermann mit Freude zur Kenntnis: „Wir haben uns das zwar nicht mit Heller und Pfennig genau ausgerechnet, aber unsere Maßnahmen, die wir im Rahmen vom Konjunkturpaket II umsetzen konnten, zeigen erste Wirkung.”

Ritzefeld-Gymnasium Vorreiter

Kistermann lobt vor allem die energetische Sanierung der städtischen Schulgebäude. Mit rund 66 Prozent eingesparter Heizenergie im Vergleich zum Basisjahr 2000 liegt das Ritzefeld-Gymnasium im städteinternen Ranking ganz vorne.

Auch die Installierung des Blockheizkraftwerkes in der Schwimmhalle am Glashütter Weiher habe zu der positiven Entwicklung entscheidend beigetragen. Kistermann: „Das hat viel gebracht, es produziert Strom und Wärme - und der Abnehmer sitzt gewissermaßen direkt im Haus.”

Apropos Wasser: Die Kosteneinsparung im Wasserbereich lag bei allen städtischen Gebäuden 2011 bei rund 45 000 Euro, alle Einsparungen auf dem Energie- und Wasserverbrauchssektor zusammengerechnet wurde der städtische Haushalt zwischen 2000 und 2011 um 3,5 Millionen Euro entlastet. Demgegenüber belaufen sich die Gesamtkosten im Betriebsmittelverbrauch 2011 auf 2,1 Millionen.

Abhängig von Mittelbewilligung

Das Ende der (Spar-)Fahnenstange muss noch nicht erreicht sein, denn die in der jüngsten Vergangenheit abgeschlossenen Sanierungen der Realschule I und der Grundschule Breinig werden laut Bernd Kistermann erst in den Energieberichten der Folgejahre berücksichtigt werden. Und doch: Energetische Gebäudesanierung gibt es nicht umsonst, und deshalb sagt der Fachbereichsleiter: „Das Einsparpotenzial kann in Zukunft wieder weniger werden, es hängt von den bewilligten Mitteln ab.”

Die Ergebnisse des Energieberichtes werden am Donnerstag, 21. Juni, im Ausschuss für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt (ASVU) vorgestellt. Beginn der Sitzung ist um 18 Uhr.
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