Heimtierbedarf ergänzt Angebot auf dem Kistenplatz

Von: -jül-
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Noch reichlich Platz für Handel und Gewerbe: Hinter den Rückfronten von „dm“ und „Netto“ erfolgt in Kürze der Baubeginn für eine „Fressnapf“-Filiale. Weitere Ansiedlungen sollen folgen. Foto: J. Lange

Stolberg-Atsch. Das neue Nahversorgungszentrum auf dem Atscher Kistenplatz soll absehbar Zuwachs erhalten. Noch in diesem Jahr soll ein Fachmarkt für Heimtierbedarf auf dem rückwärtigen Teil des Geländes eröffnen können.

„In Kürze wollen wir mit dem Bau beginnen“, bestätigte Dirk Schlun von der Schlun Real Estate eine weitere Investition auf dem ehemaligen Vegla-Gelände. „Fressnapf hat den Mietvertrag bereits unterzeichnet“. Angesiedelt wird der neue Markt hinter der „Netto“ und „dm“-Filiale. Damit wächst die Verkaufsfläche an dem Standort an der Eisenbahnstraße (L 23) um weitere etwa 800 m2 Verkaufsfläche.

Vielfaches des alten Angebotes

Im vergangenen Herbst eröffneten bereits Edeka mit 1500 m2 Verkaufs- plus 150 m2 Shopfläche und Trinkgut mit 680 m2, DM mit 660 m2 plus Apotheke sowie Netto mit 800 m2 plus Bistro im Süden der Atsch. Wesentlicher Gedanke der Städteplaner bei der Ansiedlung war die Sicherstellung der Nahversorgung für den Stadtteil. Sie war in den vergangenen Jahren zunehmend weggebrochen. Wo einst Lebensmittelmärkte, Metzger, Gemüse- und Obstgeschäfte und einige Bäckereien ein vielfältiges Angebot vor Ort boten, blieb zuletzt eine Bäckerei und Konditorei als verbliebene Anlaufstelle für Güter des täglichen Bedarfs.

Seit wenigen Monaten ist die in Atsch angepriesene Produktpalette um ein Vielfaches reichhaltiger geworden. Ender Cevik bietet beispielsweise rund 45.000 Artikel im Verbraucher- und 10.000 Artikel im Getränkemarkt an, und bei „dm“ stehen gleich über 12.500 Drogerieartikel in den Regelen. Da bietet heute ein einzelner Markt ein breiteres Sortiment als es zu besten Zeiten in allen Atscher Geschäften zusammen zu finden war.

Aber auch mit der Ansiedlung der Fressnapf-Filiale ist das Potenzial des Kistenplatzes noch nicht ausgeschöpft. „Weitere 2500 bis 3000 Quadratmeter können darüber hinaus noch vermarktet werden“, sagt Dirk Schlun. Während der Investor noch auf der Suche nach passenden Interessenten ist, überarbeitet der gemeinsam mit der Stadt die Bauleitplanung für den südwestlichen Bereich des Kistenplatzes. Einzelhandelssortimente, wie man sie normalerweise in Innenstädten vorfinden sollte – dazu zählt Heimtierbedarf übrigens nicht –, sollen im verbliebenen Areal ausgeschlossen werden.

Die Innenstadt schützen

Damit sollen angrenzende Einzelhandelsstandorte und vor allem die Innenstadt durch die Ansiedlung neuer Märkte nicht weiter geschwächt werden. „Bestehen bleiben auch die weiteren Reglementierungen etwa zur Wohnverträglichkeit und zum Ausschluss von Vergnügungsstätten“, betont der Technische Beigeordnete Tobias Röhm. Einstimmig hat der Stadtrat mittlerweile den Aufstellungsbeschluss für das Bebauungsplan-Verfahren gefasst.

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