„Heimatbühne Bardenberg“: Windeln wechseln statt Wiederwahl

Von: Toni Därflinger
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Verschwörung der gehörnten Ehefrauen: Die vereinte Frauenriege hat mit Laura Erkens (Lydia Beeck) (3.v.l) für die Bürgermeisterwahl einen Gegenkandidaten aufgestellt. Szene der Vorstellung der Heimatbühne Bardenberg im Kulturzentrum. Foto: T. Dörflinger

Stolberg. Otto Graf (Hans Dohmen) steckt mitten im Wahlkampf. Schließlich will er als Bürgermeister wiedergewählt werden. Dazu benötigt er auch die Stimmen seiner Familie, die aber mit seinen Freizeitvergnügen nicht einverstanden ist.

Denn der Bürgermeister hat eine Vorliebe für die „Scharfe Maus“: eine zwielichtige Bar, die mit heißen Sexpartys wirbt, die nicht nur beim Bürgermeister, sondern auch bei seinem Vater (Hans Meesen) und dem gesamten Gemeinderat auf großes Interesse stoßen. Und so kommt es, wie es kommen muss: Die gehörnten Ehefrauen (Gerda Dohmen und Vera Schultheis) verschwören sich gegen ihre Männer und finden mit der Apothekerin Laura Erkens (Lydia Beeck) sogar einen neuen Kandidaten für das Bürgermeisteramt.

Diese humorvolle Story wurde am Samstag im Saal des Kulturzentrums Frankental von zwölf Laiendarstellern der „Heimatbühne Bardenberg“ in Szene gesetzt. Es war ein Stück, das von den schauspielerischen Leistungen der Akteure und von witzigen Dialogen lebte.

Hans Meesen bestens in Form

Die Besucher kamen bei „Die Bürgermeisterwahl“ voll auf ihre Kosten. Eine Lachsalve jagte die nächste. Besonders gut in Form war Hans Meesen, der als Otto Graf Senior eine tragende Rolle hatte. Seine Kommentare und Aussagen waren von Lokalkolorit geprägt und kamen deswegen besonders gut an beim Publikum, das mit Szenenapplaus und lang anhaltendem Beifall nicht sparte.

Zurück zum Stück: Das nahm vollends Fahrt auf, als sich heraus- stellte, dass Peter Graf (Stefan van Ree) gar nicht des Bürgermeisters Sohn ist, sondern einer Verbindung zwischen der Bürgermeisteranwärterin Laura Erkens und dem Besitzer der „Scharfen Maus“ entstammt. Nun begehrt der Bürgermeister auf. Denn Laura hatte ihm erfolgreich vorgegaukelt, dass er den Vater sei und von ihm große Summen an Unterhalt erpresst. Noch größere Summen hat sie aber dem wirklichen Vater entlockt.

Das ganze Spiel löst sich in Wohlgefallen aus, als der vermeintliche Bürgermeistersohn und die Tochter der Apothekerin (Janine Syben), seine Geliebte, einen Sohn zur Welt bringen. Das Neugeborne findet das Wohlgefallen aller Streithähnen und erweist sich letztlich als Bindeglied. Die Folge davon ist, dass der Bürgermeister seine Kandidatur zurückzieht, um sich in Zukunft mehr um seine erweiterte Familie kümmern zu können.

Zum Ensemble gehörten auch Klara (Bertine Topa), Erich (Ludwig Metzinger), die Tänzerin (Marita Kuckelkorn), Kurt (Harry Jeurissen) und Lollo (Jaqueline Steins). Besonders gut zur Geltung kam Ludwig Metzinger. Er war in die Rolle eines Nachwuchsstars geschlüpft, der einen Talentwettbewerb für sich entscheiden kann.

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