Heimat- und Geschichtsverein integriert AK Stolberger Geschichte

Von: Hans-Leo Recker
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Stolberg. Der Arbeitskreis Stolberger Geschichte, der seit vielen Jahren die Ausstellungen „Meine Heimat Stolberg” organisiert, wird Teil des Stolberger Heimat- und Geschichtsvereins.

Auf dessen Mitgliederversammlung bevollmächtigten die Teilnehmer einstimmig ihren Vereinsvorstand, die Integration des Arbeitskreises zu realisieren.

Wegen der städtischen Zuschüsse für diese Ausstellungen wird dies notwendig, da die Verwaltung aufgrund der Umstellung ihres Systems künftig nur noch mit eingetragenen Vereinen verhandeln und sie fördern kann. Der Arbeitskreis dagegen kommt als Ansprechpartner nicht mehr in Frage, weil er nicht als juristische Person handeln kann.

Nicht alle sind Vereinsmitglied

Auch wenn ein Teil des Mitarbeiterstabes nicht Mitglied im Geschichtsverein ist, wird die Aufnahme des Arbeitskreises nach den Worten seines Vorsitzenden Karl Meurer und des Geschichtsvereinsleiters Hans-Joachim Ramm keine nachfolgenden Probleme aufwerfen. Denn Organisation und Ausrichtung der Heimatausstellungen basieren weiterhin auf freiwillige ehrenamtliche Mitarbeit. Zuvor hatte Vorsitzender Hans-Joachim Ramm von den Aktivitäten des Geschichtsvereins im vergangenen Jahr detailliert berichtet. Insgesamt sieben Vorträge standen auf dem Programm.

Da wurde referiert einmal über die neuen Bücher zur „Geschichte des Gutes Rochenhaus in Breinig” von Josef Naumann und „Im Schatten des Langen Hein” von Katharina und Helmut Schreiber sowie von Rainer Hülsheger über die NS-Schulzeitschrift „Deutsche Jugendburg”. Darüber hinaus berichteten Manfred Hansen über die Walheimer Kalkindustrie, Toni Dörflinger über die Geschichte der Tuchindustrie in der Stolberger Innenstadt sowie Katharina Schreiber über den Architekten Carl Peltzer. Dazu gab es zur inhaltlichen Vertiefung Führungen vor Ort. Außerdem hielt Werner Setzen ein Referat über die „Aachener Printen”.

Mehrtägige Fahrt in die Provence

Studienfahrten führten die interessierten Teilnehmer zum Kasteel Hoensbroek und zum Thermenmuseum in Heerlen, nach Kelmis in die Galmeiabbauregion, zur Residenzstadt Nideggen, zum Textilmuseum in der Komericher Mühle bei Aachen-Brand und nach Bonn zu den beiden Ausstellungen über die Völkerwanderung.

Die mehrtägige von Fatima Küsters geleitete Studienreise „Römer, Päpste, Maler und viel mehr” ging in die Provence. Wieder gut besucht waren die Besichtigungen des Stellwerks am Stolberger Hauptbahnhof, der „Rhein-Nadel Automation GmbH” in Aachen, des Tagebaus Inden und des Aseag-Betriebsgeländes Aachen.

Eingehend würdigte der Vorsitzende das zweibändige Werk von Helmut und Katharina Schreiber über die Vorgeschichte und Folgen der Industrialisierung des Stadtteiles Münsterbusch, das als 28. Band der Schriftenreihe „Beiträge zur Stolberger Geschichte” im November 2008 erschienen ist und mittlerweile davon bereits über 500 Exemplare verkauft worden sind.

Laut Bericht des Kassenwarts Albert Müller ist die Kassenlage solide. Erfreulich dabei auch, dass alle 268 Mitglieder pünktlich ihre Beiträge eingezahlt haben, sowie der positive Prüfbericht von Josef Rombach und Klaus Schleicher. Aus dem Veranstaltungskalender für das erste Halbjahr 2009 ragt die Studienreise nach Andalusien heraus. Das Programm für das zweite Halbjahr ist derzeit in Arbeit.
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