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Haustürgeschäft: Die Unterschrift lieber verweigert

Von: oha
Letzte Aktualisierung:

Stolberg. Katalog nur gegen Unterschrift? Bei diesem Deal wurde eine Leserin misstrauisch. Ein Vertreter der Firma „eismann“ hatte an ihrer Haustüre geklingelt, um sie anzuwerben. Doch die Frau aus Schevenhütte hatte ihre Bedenken.

Die Dame wird derzeit bereits von einem Konkurrenzunternehmen mit Tiefkühlkost beliefert. „Sie können mir den Katalog ja mal da lassen, ich sehe ihn mir dann an“, hatte sie trotzdem dem Werber gesagt. „Der fing an, auf einem Abreißblock meinen Namen zu notieren“, so die Stolbergerin. Und dann habe der Werber noch eine Unterschrift von seiner Gesprächspartnerin haben wollen. Und einen Anruf der Firma angekündigt. Dafür benötige man das schriftliche Einverständnis.

Die Frau aus Schevenhütte lehnte ab. Wenn sie etwas bestellen wolle, können sie ja von sich aus immer noch tätig werden. Als die Frau an der Haustüre partout keine Unterschrift leisten wollte, nahm der Werber seinen Katalog wieder mit.

Auf Anfrage der Redaktion teilte das Werbeunternehmen mit: „Die Firma eismann Tiefkühl-Heimservice arbeitet im Bereich der Katalogwerbung seit vielen Jahren mit uns, der DIRECT SCOUTS GmbH – einem renommierten Unternehmen der Katalog- und Neukundenwerbung, zusammen. eismann legt dabei Wert auf eine persönliche Abgabe der Kataloge anstelle von anonymer Briefkastenwerbung. Hierbei wird auch die Telefonnummer des Interessenten aufgenommen, um diesen im Nachgang telefonisch zu kontaktieren um etwaige Produktwünsche abzufragen. Das Formular, mit dem diese Daten aufgenommen werden, lassen wir als Dienstleister für eismann vom Interessenten unterschreiben.“

Zur telefonischen Kontaktaufnahme benötige eismann die schriftliche Einwilligung des Interessenten mit seiner Unterschrift. Dies sei in Deutschland so geregelt gemäß dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb und des Datenschutzes.

„Da wir und unser Partnerunternehmen eismann großen Wert auf einen wettbewerbs- und datenschutzrechtlich korrekten Ablauf legen, ist es selbstverständlich notwendig, dass unser Akquisiteur diese Daten aufnimmt und das Formular unterschreiben lässt. Anders ist eine rechtlich korrekte Neukundenwerbung für eismann nicht umzusetzen.“

Nur begrenztes Kontingent

Die freiberuflichen Kundenwerber hätten nur ein begrenztes Katalogkontingent zur Verteilung an den Haustüren Verfügung. Da könne es dann durchaus schon einmal vorkommen, dass der Werber den Katalog wieder mitnehme, um ihn einem anderen Interessenten auszuhändigen. „Die Art und Weise kann offensichtlich missverstanden werden, und es tut uns sehr leid, wenn hier ein falscher, negativer Eindruck hinterlassen wurde“, bedauert Direct Scouts im konkreten vorliegenden Fall.

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