Haushalt für das Jahr 2014 in Rekordzeit genehmigt

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Bürgermeister Ferdi Gatzweiler und Amtsleiter Willi Esser (v.l.) freuen sich über den positiven Bescheid der Bezirksregierung. Foto: O. Hansen

Stolberg. Im Stolberger Rathaus war die Stimmung am Mittwoch bestens. Der städtische Haushalt für das Jahr 2014 ist von der Bezirksregierung genehmigt worden. Und das fast in Rekordzeit.

„Wir haben seit 2001 erstmals wieder einen genehmigten Haushalt“, freute sich Kämmerer Willi Esser. „Das ist für unsere Stadt schon etwas ganz Besonderes“, betonte Bürgermeister Ferdi Gatzweiler, der den Bescheid der Bezirksregierung in Händen hielt. Der Sparkurs der Stadt in den zurück liegenden beiden Jahren zahle sich jetzt aus, so der Bürgermeister.

Andererseits: Ohne Hilfe des Landes hätte Stolberg seine Finanzen wohl nie mehr in den Griff bekommen. „Wir hatten alleine 120 Millionen Euro jährlich an Kassenkrediten zu zahlen. Es gab keine Chance, da alleine raus zu kommen“, so Esser. Durch den Stärkungspakt des Landes erhält die Stadt nun jährlich Landesmittel in Höhe von rund 4,8 Millionen Euro. Allerdings verbunden mit der Auflage, bis zum Jahr 2016 einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen und spätestens im Jahr 2021 völlig ohne Kredite auszukommen.

Was nicht einfach wird. Auch im Jahr 2014 rechnet die Stadt mit einem Minus von einer Million Euro. „Wir müssen jetzt einfach weiter sparen“, so Gatzweiler. Immerhin habe die Stadt jetzt wieder die Freiheit, in ihrem Jahresetat, der Einnahmen von 143,8 Millionen Euro ausweist, wieder das eine oder andere Projekt anzustoßen. So sind in dem Etat 60000 Euro enthalten für ein Gutachten, das aufzeigen soll, wie alle Stadtteile möglichst zeitnah zu einem schnellen Internetanschluss kommen können. Außerdem sind in den freiwilligen Leistungen von acht Millionen Euro, die nun wieder möglich sind, auch Investitionen in Sportplätze und Baugebiete oder die Sanierung von Gebäuden enthalten.

Sowohl Gatzweiler als auch Esser räumten am Mittwoch ein, dass der Stadt neben der Grundsteuer- und Gewerbesteueranhebung momentan auch der Konjunkturaufschwung und die Niedrigzinsphase helfen, aus dem finanziellen Tief heraus zu kommen.

Hinzu komme aber auch der geplante Stellenabbau. Rund 20 Positionen im Rathaus sollen bei Ausscheiden der Amtsinhaber nicht neu besetzt werden, rechnete Gatzweiler vor.

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