„Haus Lucia“: Eine Erfolgsgeschichte feiert Geburtstag

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Das „Café Verzällchen“ hat jetzt immer donnerstags geöffnet. Ein Jahr lang wurde gebaut – 2001 konnte dann „Haus Lucia“ 2001 eröffnet werden. Foto: Eisenmenger / Bethlehem Gesundheitszentrum

Stolberg. 15 Jahre „Haus Lucia“: Als die Einrichtung 2001 eröffnet wurde, waren Kurzzeitpflegeplätze rar. Das war damals eine schwierige Situation für die Betroffenen. „Haus Lucia“ hat sich auf die Kurzzeit- und Tagespflege spezialisiert.

Ein Beispiel für die Kurzzeitpflege ist, wenn ein Patient nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus auf die Weiterbehandlung in eine Reha-Einrichtung wartet, aber (noch) nicht in der Lage ist, sich selbst zu versorgen. Ebenso kann die Kurzzeitpflege als Übergangszeit genutzt werden, wenn die Versorgung Zuhause gar nicht mehr möglich ist und ein Heimplatz gesucht werden muss oder wenn die Pflegeperson erkrankt ist. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit einer Urlaubspflege, die Verhinderungspflegegenannt wird.

„Eine lückenlose Versorgungskette vor Ort ist wichtig für den Patienten und damit auch für uns als Krankenhaus“, erklärt Dirk Offermann, Geschäftsführer des Bethlehem Gesundheitszentrums, in dessen Trägerschaft „Haus Lucia“ ist. Spatenstich war im Jahr 2000. Nur zwölf Monate später zogen die ersten Gäste ein. Von Anfang an dabei war Veronika Tapp. Als Einrichtungsleiterin (seit 2002 ) ist sie mittlerweile für 22 Mitarbeiter und 24 Ehrenamtler zuständig. Die Kurzzeitpflege „boomte“ von Beginn an. Spärlich hingegen war die Resonanz auf die Tagespflege (Betreuung acht Stunden täglich). Durch eine Reform in der Pflegeversicherung 2007 ändert sich das grundlegend: Die Pflege zu Hause wurde nun unterstützt, auch auf finanzieller Ebene. Das machte sich in der Tagespflege positiv bemerkbar: „Mittlerweile bieten wir die Tagespflege von montags bis samstags an. Anfangs hatten wir in diesem Bereich nur an einem Tag geöffnet“, so Veronika Tapp zum Vergleich.

Ob Kurzzeit- oder Tagespflege: Die Angebote verschaffen den pflegenden Angehörigen Freiräume, um die Batterien wieder aufzuladen. „Um die Pflege eines erkrankten Angehörigen zu Hause leisten zu können, sollte man sich Auszeiten zuzugestehen. Das hat auch der Gesetzgeber erkannt“, bilanziert die Einrichtungsleiterin. „Pflegen aus Überzeugung“: Das ist der Slogan, den Veronika Tapp und ihr Team in ihrer täglichen Arbeit leben. „Wir konzentrieren uns auf die Fähigkeiten, die der Gast noch hat und nicht darauf, was nicht mehr geht.“

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