Hauptschüler holen dritten Preis bei bundesweitem Wettbewerb

Von: oha
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Schüler Kogelshäuserstraße
Die Klasse 9b der Hauptschule Kogelshäuserstraße hat beim Wettbewerb der Nationalen Initiative Printmedien den dritten Platz belegt. Im Bundeskanzleramt wurden die Jugendlichen ausgezeichnet. Foto: O. Hansen

Stolberg/Berlin. Die Klasse 9b der Ganztagshauptschule Kogelshäuserstraße aus Stolberg hat beim bundesweiten Wettbewerb „Nationale Initiative Printmedien“ den dritten Platz belegt. Am Wochenende wurden die Schülerinnen und Schüler im Bundeskanzleramt in Berlin ausgezeichnet.

Bernd Neumann, Staatsminister für Kultur und Medien, überreichte den Stolberger Schülern und ihrer Klassenlehrerin Claudia Titz im Rahmen einer Feierstunde ihre Urkunde. Im Bundeskanzleramt hatten die Jugendlichen zuvor ihr prämiertes Projekt noch einmal vorgestellt. Thema ihres Wettbewerbsbeitrages war die teils „manipulative Wirkung von Bildern in Medien“.

Ein Besuch im Aachener Zeitungsmuseum hatte die Klasse auf die Idee zu diesem Thema gebracht. „Dort waren verschiedene Fotos ausgestellt, die zeigten, wie man mit wenigen Tricks Fotos eine völlig andere Wirkung geben kann“, berichtete Remus Zainia am Dienstag nach der Rückkehr aus Berlin. Je nachdem, ob man etwas hinzufügte oder wegließ, war auf dem Bild nur eine Rakete oder gleich ein ganzes Waffenarsenal zu sehen. „Auf einem Bild hatte man Blut statt Wasser eine Treppe hinunter laufen lassen“, so Zainia. Die Schüler machten selbst Fotos. Aus verschiedenen Perspektiven aufgenommen, ergab sich eine völlig neue Bildaussage. „Die Übergabe eines Geschenkes sah plötzlich wie eine Angriffsszene aus“, erläuterte Laura Poth eine verblüffende Erkenntnis aus den Experimenten. „Kann man den Fotos in den Medien, bei Twitter oder Facebook überhaupt noch trauen“, stellte sich nicht nur für Mike Ziebuhr am Ende die Frage.

Im Vorfeld der Preisverleihung wurden drei Schülerinnen und Schüler aus Stolberg zu einem dreitägigen Workshop nach Erfurt in die Redaktion der Thüringer Allgemeinen eingeladen. „Hier haben wir den Piloten eines Polizeihubschraubers interviewt“, erinnert sich Laura Poth an eine der Aufgaben. Gemeinsam mit den anderen Preisträgern erstellte die Stolberger Gruppe eine Sonderbeilage für die Tageszeitung.

Zur Auszeichnung mit dem dritten Platz gehörte auch ein Wochenende in Berlin, samt Museumsbesuch und Essen beim Italiener. „Wir haben gleich eine Klassenfahrt draus gemacht und einige Tage dran gehängt“, freut sich Lehrerin Claudia Titz.

Die jungen Leute der Hauptschule Kogelshäuserstraße sind allerdings bereits verwöhnt, was Preise bei Schülerwettbewerben angeht. So holte sich die Klasse beim Spiegelmagazin in Hamburg bereits den Hauptschulpreis ab, nach München ging es, weil die Klasse dort beim Wettstreit um den History Award den sechsten Rang belegt hatte. Und auch beim neuen Wettbewerb der Nationalen Initiative Printmedien unter dem Motto „Was ist ein guter Journalist und eine gute Journalistin - und wofür brauchen wir sie?“ will sich die Klasse wieder beteiligen. Vielleicht geht es ja dann bald wieder auf Tour in die Bundeshauptstadt Berlin.

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