Hardrock-Übungsstunden in der Musikschule

Von: Dirk Müller
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Lehrer Luca Johnen (r.) greift
Lehrer Luca Johnen (r.) greift im Unterricht auch mal selbst zum Mikrofon, um Sascha Keutgen, Andreas Evertz und Fabio Deuster (v. l.) von der neuen Band No Name Cooperation zu unterstützen. Foto: D. Müller

Stolberg. Wenn junge Musiker eine Band gründen, proben sie meist in Kellern oder Garagen, und das Zusammenspiel in der Formation üben sie autodidakt ein. Einen völlig anderen Weg geht die neue Stolberger Band No Name Cooperation. Mit zwei verzerrten Gitarren, treibendem Bass, hämmernden Schlagzeug und rauem Gesang erklingt „Burn Burn” der walisischen Hardcore-Band Lostprophets in einem Raum der Musikschule Merz.

„Wir spielen Rock und Hardrock, aber niemand muss sich Sorgen machen, dass hier der Teufel beschworen wird”, erklärt Sänger Fabio Deuster. Eigene Kompositionen und Songs von Linkin Park stehen bei No Name Cooperation auf dem Programm. „Von anderen Bands spielen wir bewusst eher die unbekannteren Stücke und interpretieren sie in unserem eigenen Stil”, sagt Bassist Andreas Evertz. Den fünf jungen Musikern im Alter von 16 bis 19 Jahre sei tatsächlich kein Bandname eingefallen, auf den sie sich einigen konnten, so entschieden sie sich für No Name Cooperation.

Das einstudieren der Stücke unter professioneller Anleitung habe echte Vorteile, meint Gitarrist Sascha Keutgen: „Sowohl jeder einzelne von uns als auch wir als Band können uns hier besser weiterentwickeln und viel lernen. Außerdem ist es für uns als junge Band wichtig, dass wir ständig Rückmeldungen von Profis bekommen.” Es sei auch angenehmer, Kritik von einem Lehrer entgegenzunehmen, als vom Publikum ausgebuht zu werden.

Das erste Konzert der Gruppe ist für Ende März in der Aula des Goethe-Gymnasiums geplant. Unterrichtet wird die Band gleich von zwei Lehrern. Urban Elsässer ist nicht nur mit seiner Band Dold beschäftigt, sondern hat jüngst eine Dozentenstelle an der staatlichen Popakademie Baden-Württemberg in Mannheim angenommen. Um die No Name Cooperation dennoch weiterhin adäquat betreuen zu können, wird Elsässer nun von Luca Johnen unterstützt.

Der erst 19-jährige Lehrer im Team der Musikschule ist auf Bandcoaching und die härteren Gangarten der Rockmusik spezialisiert. Hardrock und das technisch anspruchsvolle Heavy Metal sind sein Metier. „Mit Johnen haben wir auch einen neuen Fachmann in Sachen E-Gitarre dazugewonnen, was uns sehr wichtig ist, denn der Rock- und Pop-Bereich muss genauso gut mit Lehrern besetzt sein, wie der Bereich Klassik”, betont Herbert Merz, Leiter der Musikschule an der Frankentalstraße.
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