Hanne Zakowski kämpft für die Senioren

Von: Tom Lammertz
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Stolberg. Bis auf einzelne Ausnahmen ist das Bild in fast allen Städten und vor allem Stadtteilen ähnlich: Service vor Ort wird reduziert, Dienstleistungen mehr und mehr zentralisiert.

Der kleine Kaufmann hat kaum noch Chancen, Nahversorger zu bleiben, denn die meisten Menschen sind mobil - und kaufen durchaus auch beim mal in drei verschiedenen Lebensmittelmärkten ein, weil sie die jeweiligen Angebote im Briefkasten finden.

Der Lebensmittelmarkt ist in der Regel auch „Vollversorger”, so dass ein Paar Schuhe, die neue Batterie für die Armbanduhr und das Buchgeschenk für die Freundin gleich mit in den Einkaufskorb wandern. Dass man schließlich an zwei von acht Kassen in der Schlange wartet, nimmt der moderne Mensch in Kauf, dafür hat er ja Schnäppchen gemacht.

Das geht alles so lange gut, bis die Mobilität eingeschränkt ist. Im Klartext: Alte Menschen bleiben oft auf der Strecke - nicht nur bei der Schnäppchenjagd, auch bei der Suche nach der nächsten Poststelle, der nächsten Bank, dem Amt. Erschwerend kommen behindertenunfreundliche öffentliche Einrichtungen hinzu: an Ampeln, in Bahnhöfen, auf Flughäfen. Eine Krankenversicherung für die Auslandsreise gibts ab 70 schon mal gar nicht mehr, und wenn der Dispokredit gekürzt wird, soll sich auch niemand wundern.

All das sind Dinge, denen die Politiker vor Ort ins Auge sehen müssen, wenn sie eine lebenswerte Stadt für alle Bürgerinnen und Bürger im Blick haben. Deshalb, so die neue Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF), Hanne Zakowski, werde sich die Frauenriege in der SPD intensiv um Seniorenpolitik kümmern. Man wolle für die Probleme sensibilisieren: mit Veranstaltungen, Gesprächen, Diskussionen, aber auch mit Plakaten und Handzetteln, kurzum: mit einer Art Kampagne, aus der schließlich politische Entscheidungen hervorgehen, die der Diskriminierung älterer Menschen entgegenwirken.

Nun ist die Asf nicht die AG 60plus und das Betätigungsfeld Senioren hauptsächlich deshalb aktuell auf der Agenda, weil viele andere Ziele - wie die SPD-Frauen betonen „dank der neuen rot-grünen Landesregierung” - schon erreicht seien. Die Leitlinie der AsF laute „Politik für Familien”, das Ziel sei eine Stadt, in der sich Kinder und Jugendliche wohlfühlten und in der Familien gute Chancen hätten.

Man habe nicht nur, seit 2007, besonderen Schutz für Kinder durch Netzwerke für frühe Hilfen geschaffen, sondern werde dank der Entscheidungen auf Landesebene auch beste Bildung für die jüngsten Kinder erreichen.

Mit dem Babybegrüßungspaket sei man federführend im Kreis Aachen gewesen - heute stehe das im Bundesgesetz. Für Kindertagesstätten und Familienzentren habe das Land die Mittel erhöht, und das beitragsfreie letzte Kindergartenjahr sei ebenfalls eine rot-grüne Errungenschaft. Schlecht voran gehe der U3-Ausbau. Da hapere es dann an den Bundesmitteln.

In den vergangenen sieben Jahren habe Stolberg rund 26,6 Millionen Euro in Schulen investiert. Das, so sagt Hildegard Nießen, Beisitzerin im neugewählten Vorstand, habe es in den 37 Jahren ihrer Ratszugehörigkeit noch nicht gegeben. Alle Stolberger Grundschulen und auch Realschule und beide Gymnasien bieten den offenen Ganztag an, und der Schultourismus nach Aachen und Eschweiler werde beendet, da Stolberg nun alle Schulformen bekommen werde - dank eines parteiübergreifenden Konsens. „Die AsF Stolberg ist froh, dass die SPD gemeinsam mit den Koalitionspartnern diese Maßnahmen alle durchsetzen konnte”, sagt die Vorsitzende Hanne Zakowski und lässt nicht unerwähnt, dass auch die verfrühte Einschulung gestoppt, die Kopfnoten, die verbindliche Grundschulempfehlung und die Studiengebühren abgeschafft wurden. Auch eine Forderung in der EU-Konvention, die Inklusion, werde Schritt für Schritt umgesetzt. Zakowski: „Die Schule kanns schon selbst organisieren. Wir unterstützen sie.”



Der Vorstand: 1. Vorsitzende ist Hanne Zakowski, 2. Vorsitzende Rosita Przybylski. Beisitzerinnen sind Marlies Fischeer, Gertrud Kleeh, Andrea Liepertz, Dana Manoliu, Hildegard Nießen und Helga Prehler.
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