Handlungsbedarf: „Ritze“ sollte Gesamtschule werden

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Stolberg. Bereits bei ihrem Politischen Aschermittwoch hatten die Stolberger Jusos die hohe Zahl von Schülern kritisiert, die auch in diesem Jahr wieder an der Stolberger Gesamtschule abgewiesen worden sind.

„Im Frühjahr musste beinahe jeder zweite Bewerber abgelehnt werden“, erinnert Ronja Missong. Doch das sei nicht der einzige Missstand. „Bei der jüngsten Sitzung des Schulausschusses gab die Verwaltung bekannt, dass fast ein Drittel aller Viertklässler die Kupferstadt in Richtung der benachbarten Städte verlässt. Das ist ein unhaltbarer Zustand“, erklärt die Vorsitzende der Jusos Stolberg und folgert: „Es darf nicht sein, dass Millionen in die Stolberger Schullandschaft investiert werden und sich gleichzeitig jeder dritte Stolberger Fünftklässler in den Bus setzt, um die Kupferstadt zu verlassen“, bemängelt Missong.

Die Jusos sehen die Zeit für Konsequenzen gekommen: „Die Stadtverwaltung ist gefordert, Lösungen für dieses Problem zu finden, damit das Schulangebot in Zukunft so gestaltet sein wird, dass jeder Schüler seine Wunschschule möglichst in der Heimatstadt finden kann“, betont Juso-Vorstandsmitglied Tim C. Schmitz. Der vom Schulausschuss auf den Weg gebrachte Schulentwicklungsplan ist aus Sicht des SPD-Nachwuchses eine erste richtige Maßnahme.

Hinsichtlich der künftigen Ausrichtung dürfe es keine Denkverbote geben. „Dass das Ritzefeld-Gymnasium auf nur noch 58 Anmeldungen kommt und somit einer weiter rückläufigen Nachfrage ausgesetzt ist, macht deutlich, dass auch das Konzept der Stolberger Gymnasien hinterfragt werden muss“, unterstreichen die Jusos. Wer das Abitur noch nach neun Jahren machen oder ein Gymnasium ohne Ganztagsunterricht besuchen wolle, müsse zwangsläufig auf die Gesamtschule oder ein Gymnasium außerhalb der Stadtgrenzen ausweichen.

„Die Anmeldezahlen zeichnen ein klares Bild. „Der Nachfrage entsprechend ist eine schrittweise Umstrukturierung des Ritzefeld-Gymnasiums in eine Gesamtschule am nächstliegenden und sinnvollsten“, formulieren die Jusos ihren Wunsch an die Adressen von Stadtverwaltung und großer Koalition. Einer Veränderung bedürfe es in jedem Fall. „Im Zweifelsfall soll das Ritzefeld-Gymnasium zumindest wieder zu G9 umschwenken.“

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