Stolberg - Handballern des Stolberger SV gelingt die Revanche

Handballern des Stolberger SV gelingt die Revanche

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Stolberg. Den Landesliga-Handballern des Stolberger SV gelang nach einem unfassbaren Spielverlauf gegen den VfR Übach-Palenberg die verdiente Revanche für die Hinspielniederlage. Damals hatte die 1. Herrenmannschaft des SSV daheim mit 27:32 verloren.

Am Sonntag lagen die Red Sox in der 35. Minute ebenfalls noch mit 20:16 vorn, mussten aber dann durch einen entfesselt aufspielenden SSV einen 22:14-Lauf hinnehmen. So siegte der SSV auswärts mit 38:34. Der Gast kam ordentlich in die Partie und bespielte die Übacher Abwehr mit schnellen Ballpassagen, so dass der Gastgeber viel laufen musste.

Bis zum 5:5 gestaltete sich die Begegnung offen, doch vergebene Chancen im Angriff luden Übach zu leichten Toren ein, und auch Herrmanns und Altenrath trafen von außen zum 9:5 für die Red Sox. Der SSV blieb ruhig, wechselte viel und erspielte sich weiterhin gute Torgelegenheiten, so dass man über 14:12 zum Pausenstand von 17:14 für den Gastgeber in Schlagdistanz blieb.

„Wir haben in der ersten Hälfte nicht mit dem höchsten Tempo gespielt und die Spielanteile verteilt. So konnten wir Übach in der Abwehr intensiv fordern, gerade weil erkennbar war, dass der Gastgeber deutliche Luftprobleme hatte“, sagt SSV-Coach Bernd Schellenbach, dessen Team mit nur zehn Feldspielern und einem Torwart angereist war.

Ab der 35. Minute zündete dann der SSV den Turbo und ging vier Minuten später mit 21:20 in Führung, weil auch David Schornstein im Tor gute Paraden zeigte. Trotzdem gelang Übach nochmals die 25:22 Führung, die die immer stärker und schneller spielenden Gäste bis zur 52. Minute furios in einen 31:28 Vorsprung umwandelten.

„Wir haben in der 2. Halbzeit mit sechs Spielern durchgespielt, denn ich wollte diesen Lauf und diese Emotionen nicht bremsen. Schließlich hatten wir bis dahin unsere Kräfte dosiert.“ Übach war ab Minute 46 überfordert, lief nur noch hinterher und hatte dem Tempo und den Angriffsvarianten des Stolberger Teams nichts entgegen zu setzen und holte sich zusätzlich zweimal zwei Minuten wegen Meckerns ab.

„Über die Wechselfehlerentscheidung lässt sich streiten, doch war diese nicht spielentscheidend“, analysiert Schellenbach. Das Spiel hätte wahrscheinlicher noch deutlicher für den Gast ausgehen können, hätte dieser nicht ab der 52. Minute mit dem Feldspieler Patrick Lange im Tor agieren müssen, nachdem David Schornstein bei einer Abwehraktion im Nahwurfbereich die Rote Karte sah.

„Ich habe das nicht sehen können. Auf jeden Fall war diese Rote Karte die erste dieser Art meiner Karriere. Trotzdem gewinnen wir die letzten acht Minuten mit 7:6. Die Schiedsrichter haben in der hoch emotionalen Partie eine tolle Spielleitung abgeliefert“, bemerkt Schellenbach. Insgesamt war der Sieg für den SSV hochverdient, denn in Sachen Spielkultur, gemeinsamer Leidenschaft, taktischem Geschick und Ausdauer waren die jungen Gäste den Individualisten aus Übach deutlich überlegen.

Nun heißt es sich auf das nächste Spiel am 16. Januar um 19:45 Uhr in Stolberg gegen BTB II zu konzentrieren. „BTB kämpft um den Klassenerhalt und wird uns körperlich und kämpferisch alles abverlangen“, warnt Schellenbach.

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