Stolberg - Handballer des SV Stolberg: Schwere Aufgabe vor der Brust

Handballer des SV Stolberg: Schwere Aufgabe vor der Brust

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Am vergangenen Wochenende fanden die Spieler des SSV erst spät zu ihrer Form. Läuft es diesmal besser? Foto: S. Böhmer

Stolberg. Der Tabellenführer der Handball-Landesliga, der SV Stolberg, hat am Samstag, 21. Oktober, ab 16 eine unangenehme Auswärtsaufgabe vor der Brust, wenn man sich mit der Oberligareserve aus Nümbrecht messen muss.

Während man bei den Gastgebern nie weiß, wer alles auflaufen wird, kann der SSV leider nicht auf alle seine Akteure zurückgreifen und muss improvisieren. Bei Nümbrecht dominiert aktuell der Rückraum um das Duo Donath und Mlynczak und drückt dem Spiel seinen Stempel auf. Gefahr droht zusätzlich, wenn aus der Oberligamannschaft Spieler wie Schwemke, Jatzke, Seebaum eingreifen sollten.

Erschwerend kommt hinzu, dass Nümbrecht dringend Punkte benötigt, um im Mittelfeld der Liga anzukommen. Dies alles erschwert für die Stolberger die Vorbereitung auf die Partie, die man natürlich unbedingt erfolgreich gestalten will, um sich auch weiterhin in der engen Spitzengruppe zu etablieren. „Aufgrund unserer Personallage werden wir taktisch wohl anders agieren einiges umstellen müssen.

Trotzdem werden wir mit einer schlagkräftigen Einheit anreisen, die natürlich unbedingt gewinnen will. Wir sind vorbereitet und wollen den Druck auf andere Teams in der oberen Tabellenregion hoch halten“, beschreibt SSV-Trainer Bernd Schellenbach die Konstellation. Im letzten Spiel vor der kurzen Herbstpause freut sich das Team über jede Unterstützung.

Beim 35:29 (17:14) gegen Oberwiehl 2 hatte sich der SSV vergangenes Wochenende als Gastgeber lange schwer getan. Leider sah die sehr gut gefüllte Tribüne die zunächst skeptische Einschätzung des Trainers bestätigt, denn der Gastgeber war zwar mit sieben Akteuren auf dem Feld, aber gedanklich und mental komplett irgendwo anders.

Nach pomadigen Angriffsaktionen und schwachem Deckungsverhalten stand in der 11. Minuten ein 2:8 auf der Anzeigetafel. Nach dem Time-Out mit nur ganz wenigen Worten war plötzlich ein vollkommen verwandeltes Team des SSV auf der Platte. Laufbereitschaft, in der Abwehr Druck auf den Ballführer, Ballgewinne, Tempo und Spielwitz waren zurück und Oberwiehl wurde mit einem 13:2-Lauf in zwölf Minuten fast überrollt. Beim 15:10 in der 23. Minute schaltete der Gastgeber dann in den Kontrollmodus, und dieser hatte bis zum Ende der schnellen, attraktiven und äußerst fairen Partie Bestand, so dass der SSV mit 35:29 als Sieger das Parkett verlassen konnte.

Einen großen Anteil an einem für den Zuschauer kurzweiligen Spiel, hatte auch das kurzfristig zusammengestellte Schiedsrichtergespann Lyanami/Petersen. Die beiden hatten die Spielweise der Teams schnell verstanden und ließen die Partie laufen. Insgesamt wurde nur der Gast mit einer einzigen Zeitstrafe belegt. „Es war heute nach dem hohen Rückstand eine Charakterfrage. Schön zu sehen, dass wir auch eine solche Situation lösen können, doch sollten wir uns nicht immer darauf verlassen“, analysiert Schellenbach den 5. Sieg in Folge.

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