Handball: Niederlage nach großem Verletzungspech

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Stolberg. Die 1. Herrenmannschaft des Stolberger SV verliert in der Handball-Landesliga auswärts in Marienheide mit 25:27.

Mit einer Niederlage im Gepäck musste das Team von Trainer Bernd Schellenbach die lange Heimreise nach Stolberg antreten. Der SSV hatte keinen guten Abend erwischt und konnte nicht so zwingend aufspielen, wie in den letzten Partien. Das zu Beginn noch ausgeglichene Spiel nahm bereits Mitte der ersten Halbzeit eine ungute Wendung, da sich die Gäste von allen Gegebenheiten beeindrucken ließen, dabei jedoch ihr eigenes Spiel vernachlässigten.

Marienheide dagegen befand sich voll in seinem Element, was das Team auch clever und selbstbewusst umzusetzen vermochte. Das erst kurzfristig angesetzte Schiedsrichtergespann ließ die langen Angriffe fast ungeahndet (bis knapp über zwei Minuten) zu und unterband 14 Gegenstoßmöglichkeiten des SSV durch Time-Outs, da Spieler des Gastgebers nach erfolglosen Torabschlüssen verletzt liegen blieben.

Zu sehr aufgeregt

So kam der SSV nicht in seine gewohnten Abläufe und regte sich immer mehr über die Entscheidungen der Spielleitung auf. Als dann auch noch kurz nacheinander Tim von der Stein (schwere Knieverletzung im Dreikampf), Kai Frauenrath (Riss im Ohr) und Alex Struth (Knie) ausfielen, waren die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Wende noch geringer, so dass man mit einem 7:13 in die Halbzeitpause ging.

Erst die Umstellung auf eine offene Manndeckung zeigte ab der 45. Minute ihre Wirkung, so dass man nochmals aufschließen konnte. Doch auch hier gelang es dem Gastgeber geschickt, die Zeit von der Uhr zu nehmen, wobei selbst wiederholte Pässe zum eigenen Torwart kein passives Signal zur Folge hatten.

„Insgesamt waren wir heute nicht gut, aber selbst an so einem Tag sollten wir über die notwendige Qualität verfügen, um so ein Spiel zu gewinnen. Doch Marienheide hat sich mit den Rahmenbedingungen extrem wohl gefühlt und die Hektik meiner Jungs abgezockt verwertet. In solchen Situationen bemerkt man besonders das geringe Alter der Mannschaft, die ihre Emotionen nicht in das Spiel, sondern in alles andere investiert hat. Doch solche Erfahrungen muss man als junger Spieler auch mal machen,um sich in dem Bereich der Handlungsstabilität weiter zu entwickeln. Nur die Verletzungen waren zum Teil in ihrer Entstehung unglücklich, der Sieg Marienheides geht aufgrund ihrer Bereitschaft und ihrer Cleverness in Ordnung“, faßt Schellenbach die Partie zusammen.

Am nächsten Samstag, 11. Februar, um 19:45 Uhr, will der SSV nun wieder erfolgreicher agieren und erwartet die Zweitvertretung aus Nümbrecht am Glashütter Weiher. Die entscheidenden Fragen werden sein: Wer kann beim SSV auflaufen, und wen bietet Nümbrecht aus der Oberliga so alles auf? Das Team benötigt daher die volle Unterstützung der Fans, um weiterhin zu Hause ungeschlagen zu bleiben.

In der Damen-Verbandsliga konnte sich die 1. Damenmannschaft des Stolberger SV im Auswärtsspiel beim Godesberger TV knapp mit 22:21 für Stolberg durchsetzen.

Zum dritten Spiel der Rückrunde ging es für die Stolbergerinnen am späten Sonntagnachmittag zum Godesberger TV. Die nach wie vor stark ersatzgeschwächte Mannschaft um Toni Ackermann konnte erneut nur mit einer Auswechselspielerin anreisen und musste auf Torhüterin Elke Knorren verzichten. Erfreulicher Weise war Torhüterin Silke Herrmanns, die die beiden ersten Rückrundenspiele gefehlte hatte, wieder fit und konnte die Mannschaft unterstützen.

Die Gäste starteten erstaunlich souverän und wach in die Partie und konnten zur Halbzeit eine 3-Tore-Führung (9:12) für sich verbuchen. In der Pause wurde die sehr gute Torhüterleistung in Zusammenarbeit mit der gut arbeitenden Deckung gelobt. Im Angriff sollte etwas ruhiger durchgespielt und somit Torchancen ausgespielt werden, um zu hektische Abschlüsse zu vermeiden.

Ab dem letzten Drittel gestaltete sich die Partie aus Stolberger Sicht plötzlich etwas holpriger und so wurde – völlig überraschend für alle Beteiligten – aus einer 12:17-Führung ein 20:17-Rückstand für die Kupferstädterinnen. Erst 90 Sekunden vor dem Ende kämpften sich die Gäste mit überzeugendem Teamgeist und starkem Willen, die beiden Punkte nicht im Bonner Raum zu lassen, wieder zurück und konnten den Spielstand mit drei schnellen Toren von 21:19 auf 21:22 umkehren.

Auf der Uhr waren noch 12 Sekunden zu spielen und Godesberg kam nach dem letzten Tor von Vanessa Redding noch einmal in Ballbesitz. In einem Team-Timeout, das der Trainer der Gastgeberinnen nahm, konnte Trainer Toni Ackermann sein Team auf eine defensive 6:0-Deckung einstellen. Sein Plan ging auf, denn mit der Schlusssirene ertönte lediglich noch der Pfiff zu einem Freiwurf für Bad Godesberg aus einer schwierigen Wurfposition von ganz rechts außen.

Der Freiwurf ging über das Tor und so konnten die Stolbergerinnen in der Kabine mit ihren Unterstützern endlich auf die ersten beiden Punkte nach sechs Spielen anstoßen.

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