Handball-Landesligist Stolberger SV schlägt den TSV Bonn

Letzte Aktualisierung:

Stolberg. Die 1. Herrenmannschaft des Stolberger SV besiegte vor eigenem Anhang in der Handball-Landesliga den TSV Bonn rrh. II mit 27:25 (10:13) Toren. Den Sieg erkämpfte sich das Stolberger Team erst in den letzten 20 Spielminuten

Bis zur 39. Minute (11:17) lief für die Gäste aus Bonn alles nach Plan. Sie fuhren lange Angriffe, gewannen immer wieder 1:1-Situationen und nutzten clever ihre Chancen. Der SSV leistete kaum Gegenwehr. In der ersten Halbzeit konnte sich Bonn aufgrund der oben beschriebenen Spielweise stetig absetzen und vor allem mit fünf Treffern ihres Rechtsaußen, nach langem Ballvortrag, fast von der Außenlinie treffen. Der Gastgeber selbst vergab vorne beste Tormöglichkeiten, darunter zwei Siebenmeter, und kam nur schleppend in die Angriffsbewegungen. Nachdem in der 12. Minute Patrick Schneider verletzt ausfiel, war die personelle Situation der Gastgeber für den weiteren Spielverlauf noch angespannter.

„Bis zur 39. Minute haben wir versucht, durch verschiedene Abwehrsysteme Ballgewinne zu erzielen. 17 Gegentore zu diesem Zeitpunkt sind ja auch ok. Doch Bonn hat immer wieder durch Geduld und Abgeklärtheit kleinste Schwächen der Abwehr genutzt. Meine jungen Spieler haben in den entscheidenden Momenten teilweise den Zugriff und die Übersicht verloren“, beschreibt Trainer Bernd Schellenbach die Abwehrleistung. So kam der Gastgeber nicht ins Tempo und verlor im Angriff seinerseits die Geduld.

Eine taktische Auszeit in der 39. Minute brachte die Stolberger wieder auf Kurs. Der SSV stellte auf eine dreifache Manndeckung gegen den Rückraum der Gäste um. „Ich musste mein Team ans Laufen bringen, Fehler des Gegners erzwingen und Möglichkeiten auf einfache Tore eröffnen. Wir haben in Testspielen und im Training immer wieder diese Abwehrformationen geübt“, begründet Schellenbach diese Entscheidung.

Jeder will den Ball

Diese Maßnahme sollte in den kommenden Minuten ihre Wirkung haben. Alle kämpften, rannten, wollten den Ball. Jeder erfüllte seine Aufgabe, der Glaube an die eigene Stärke kam zurück. Bei Bonn war die Ratlosigkeit groß. Das langsame Spiel hatte eine Ende, Bewegung war gefragt. Diesen Schalter bekam der Gast nicht mehr umgelegt, verlor Ball um Ball oder scheiterte im Abschluss unter großem Druck an David Angermeyer im Tor. Bis zur 54. Minute hatte der SSV das Spiel durch einen fulminanten 13:3-Lauf auf 24:20 gedreht und brachte die verbliebene Spielzeit souverän zu Ende.

„Wir haben eine unfassbare Grundstimmung und einen riesigen Zusammenhalt in der Mannschaft. Die Jungs gewöhnen sich langsam an die Liga, entwickeln sich mit hohem Einsatz stetig weiter“, freut sich Schellenbach für sein Team. Nun gilt es, sich auf das schwere Auswärtsspiel in Bad Münstereifel vorzubereiten (1. November, 16 Uhr), um zwei weitere Punkte gegen einen Mitkonkurrenten um den Klassenerhalt zu erzielen. Da erwartet den SSV eine willensstarke Mannschaft, die von Simon Willms angeführt wird.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert