Handball: Bonn zu stark, Reserve mit deutlichem Sieg in Jülich

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Stolberg. In der Handball-Landesliga unterliegen die Herren des Stolberger SV den Bonnern deutlich. Die Reserve hat in Jülich keine Probleme. So lief der Spieltag der Handballer.

1. Kreisklasse: Jülicher TV - Stolberger SV II: 21:41(10:20)

Es war eine ungewöhnliche Situation für die Stolberger Zweitvertretung vor ihrem Spiel am Samstag gegen den Jülicher TV. Auf der einen Seite spielte man gegen den Tabellenletzten, den man im Hinspiel deutlich geschlagen hatte, auf der anderen Seite wurde man von einer Mannschaft empfangen, gegen die man in der ersten Pokalrunde ausgeschieden war.

Darüber hinaus waren die Leistungen der Stolberger in den letzten Spielen eher durchwachsen, so dass Trainer Kevin Bartz von Anfang an von seinen Spielern eine konzentrierte Leistung einforderte. Seine Mannschaft setzte dies in den ersten Minuten gut um. In der Abwehr wurden die Bälle gewonnen, die man dann mit Hilfe von einfachen Wechseln in der zweiten Welle im gegnerischen Tor unterbringen konnte.

Die Abwehr stand auch im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs grundsolide, dennoch ließ man den mäßigen Jülicher Angriff ein paar Tore zu viel machen, so dass man mit einem Stand von 10:20 in die Kabine ging. Zu Beginn der zweiten Hälfte gab es ein kurzes Aufbäumen der Gastgeber. Die Stolberger ließen sich aber nicht aus der Ruhe bringen und machten die Hoffnungen der Jülicher mit ihrem Tempospiel zunichte. Ab Minute 40 hatte die Partie Trainingsspielcharakter angenommen.

Auch Jülich versuchte daraufhin etwas Neues und brachte einen 7. Feldspieler. Das Risiko der Jülicher wurde jedoch direkt im ersten Versuch vom Stolberger Torwart Tom Richterich bestraft. Er erzielte nach einem gehaltenen Ball sein erstes Saisontor indem er den Ball aus dem eigenen Torraum sicher hinter die gegnerische Linie beförderte.

Am Ende stand es 21:41. Nur durch die Karnevalstage getrennt, wartet nach der vermeintlich leichtesten Aufgabe der Rückrunde nun die vermutlich Schwierigste. In zwei Wochen werden die Stolberger den Tabellenführer Schwarz Rot Aachen lll am Glashütter Weiher empfangen.

Stolberg: Jan-Niklas Held 4, Erik Schartmann 8, Stefan Schumacher 15 (5), Salim Ali 1, Jonathan Zimmerman 2, Moritz Roehl 4, Nils Schartmann 5, Paul Dowideit 1, Tom Richterich 1, Lukas Bonaventura

Landesliga: TSV Bonn II - Stolberger SV: 35:28 (18:15)

Die Stolberger gingen entgegen der Erwartungen nicht ersatzgeschwächt, jedoch durch Verletzungen zumindest stark gebeutelt in die Partie und stemmten sich sehr lange gegen die drohende Niederlage. Am Ende verlor das Team jedoch verdient. Eigentlich hätte man bei dieser Partie klare Verhältnisse erwarten können. Doch die Gastgeber konnten zum ersten Mal in dieser Saison auf vier Spieler der eigenen Regionalligavertretung zurückgreifen, um den möglichen Klassenerhalt noch zu erreichen.

Erst nach dem 8:5 in der zehnten Spielminute beruhigte sich das Angriffspiel der Hausherren etwas, nachdem die roten Teufel beide Spieler in eine Manndeckung nahmen. Auch der Stolberger Angriff entwickelte mehr Durchschlagskraft, was zum verkürzten 10:9-Rückstand und zur zweiten Zeitstrafe des Bonner Rückraumlinken führte, wodurch dieser Spieler etwas aus dem Spiel genommen werden musste.

Bis zum 16:14 (28. Minute) entwickelte sich nun ein offener Schlagabtausch, doch die Bonner konnten trotzdem mit einer 18:15-Führung in die Kabinen gehen. In der 35. Minute beim Stand von 20:18 hätte der Bonner Rückraumlinke eigentlich seine dritte Zeitstrafe erhalten müssen, als er bei einer Abwehraktion von hinten in den Arm von Tamino Kleinhöfer griff. Jedoch schickten die Schiedsrichter nicht ihn, sondern einem anderen Bonner Spieler für zwei Minuten vom Feld. Die mögliche rote Karte hätte den Stolbergern vielleicht mehr taktische Möglichkeiten in der Abwehr gelassen, aber so musste man die kraftraubende doppelte Manndeckung nahezu bis zum Ende der Partie aufrecht erhalten.

Die Bonner Angriffsmaschinerie kam nun über den starken Linksaußen, aber auch den routinierten Rückraummitte Spieler ins Rollen und bis zum 32:24 (53. Minute) hatte sich der Rückstand der Stolberger auf acht Tore vergrößert. In den letzten Minuten plätscherte die Partie ein wenig dahin und am Ende konnten die Gastgeber einen verdienten 35:28-Erfolg feiern. Für die Kupferstädter steht in die Heimpartie gegen den Tabellenvierten HSG Oberbantenberg/Niederseßmar vorzubereiten.

Stolberg: J. Frauenrath 8/2, Kilburg 5/2, Schlotterhose 5/2, von der Stein 3, K. Frauenrath 3/1, Struth 2, Heister 1, Kleinhöfer 1

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