Handball: Bei der HSG Merkstein ist für SSV nichts zu holen

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Das Frauenteam des Stolberger SV konnte in der Handball-Verbandsliga einen knappen 20:19-Erfolg herausspielen.

Stolberg. In der Handball-Landesliga unterlag das 1. Herrenteam des Stolberger SV bei der HSG Merkstein am Ende deutlich und hoch verdient 24:35.

Der SSV begann mit einem sich ständig verschiebenden Positionsverteidiger gegen Mustafa Sarac und mit Joshua Frauenrath im rechten Rückraum. Während der erhoffte Effekt in der Abwehr anfänglich noch ausblieb, erspielte sich der Gast im Angriff reihenweise gute Torchancen gegen die körperlich deutlich überlegene Abwehr der HSG. Nur die Chancenverwertung unterschied die beiden Teams, so dass der Gastgeber mit 8:4 in Führung gehen konnte.

Nach der Auszeit durch Trainer Bernd Schellenbach stellte der SSV auf eine 3:2:1-Defensive um. Mit dieser Maßnahme kam Merkstein nur bedingt zurecht, und die jungen Gäste konnten kurz vor der Pause mit 13:12 in Führung gehen.

„Bis dahin waren wir voll im Plan, doch diese intensive Abwehrarbeit mit der gleichzeitigen hohen Belastung im Angriff können meine wenigen Jungs nicht über die gesamte Spieldauer durchhalten“, beschreibt Schellenbach die Entwicklung des Spiels. Leider vergab der SSV in der 27. Minute bei eigener Führung den bereits zweiten Sieben-Meter, erhielt im Gegenzug zwei Minuten und bekam den Ausgleich.

Viel Hektik

In der anschließenden Hektik konnte der clevere Gastgeber fehlerfrei mit der emotionalen Stimmung umgehen und nutzte Ungenauigkeiten des SSV zu drei schnellen Treffern vor der Pause. „Das war ein kleiner Knockout vor der Halbzeit, hatten wir uns doch vorher im Spiel etabliert“, so der Trainer. „Das haken wir unter Erfahrung sammeln ab“, ärgert sich Schellenbach nur ein wenig. Nach der Pause nahm der SSV seine Abwehr auf 6:0 zurück, da man die Kräfte etwas einteilen musste. Merkstein stand weiterhin stabil in der Abwehr und hatte nun auch den stärkeren Torwart.

„Wenn du 60 Minuten gegen eine körperlich viel stärkere Mannschaft anrennen musst, dann benötigst du Ballgewinne in der Abwehr. Das haben wir heute sehr oft versucht, kamen leider oft nur knapp nicht an den Ball und Merkstein hat das mit der nötigen Erfahrung gut gelöst. Insgesamt war dies über weite Strecken eine gute Leistung meines Teams gegen einen robusten und nur physisch überlegenen Gegner“, resümiert Schellenbach.

Das nächste Heimspiel gegen die Zweitvertretung des TV Weiden, am 30. Januar um 19:45 Uhr am Glashütter Weiher, soll nun der Startpunkt für eine kleine Serie werden, um dem hart umkämpften Klassenerhalt schnellstmöglich näher zu kommen.

Das 1. Damenteam des Stolberger SV kam in der Verbandsliga daheim gegen den TV Weiden 1 zu einem knappen 20:19-Erfolg. Nach einem konzentrierten Start gelang es den Gastgeberinnen schnell, aus einer sehr gut und kompakt agierenden Deckung eine deutliche Führung herauszuspielen. Hinter der starken Abwehr sorgten Geburtstagskind Silke Hermanns und Elke Knorren zusätzlich mit tollen Paraden für eine sichere Defensive.

Unsicherheiten

Im Angriff kam es nach einigen Fehlwürfen hin und wieder zu Unsicherheiten und vergebenen Chancen, wobei die Stolbergerinnen dennoch mit einer 10:5-Führung zur Halbzeit in die Kabine gehen konnten. Dort lobte Trainer Erik Schartmann die tolle Abwehrarbeit und hielt die Mannschaft an, weiter konzentriert und nicht überhastet sichere Torchancen zu erarbeiten.

Es war klar, dass Neno Stanivukovic, Trainer der Gäste, der einige Jahre zuvor auch mal die Stolberger Damen trainiert hatte, den Weidenerinnen nun in der Kabine „ordentlich Dampf machen“ würde. Daraufhin wollten die Stolbergerinnen, einen kühlen Kopf bewahren und die Führung weiter aufrecht erhalten, um eine Zitterpartie am Ende zu vermeiden. Doch kam man um die befürchtete knappe Schlussphase nicht herum.

Etwa zehn Minuten vor Schluss hatte Weiden es geschafft, Stolbergs Fünf-Tore-Führung zu egalisieren, und es begann ein schnelles Kopf-an-Kopf-Rennen mit harten Aktionen in Abwehr und Angriff auf beiden Seiten. 60 Sekunden vor dem Abpfiff gelang den Stolbergerinnen das 20:18, was beste Aussichten auf den Sieg bedeutete.

Im letzten Angriff der Weidenerinnen konnten die Gäste noch mal auf einen Treffer verkürzen, aber 15 Sekunden vor Schluss ließen die Gastgeberinnen sich die Punkte nicht mehr nehmen und das Spiel endete 20:19. Am kommenden Samstag geht es für die Stolbergerinnen zum Tabellendritten PSV Köln, der die letzten vier Spiele nicht verloren hat.

Mit einem 28:28-Remis trennte sich die 2. Herren-Mannschaft des Stolberger SV von der Zweiten von Borussia Brand. Diese Partie in der 1. Kreisklasse lebte eindeutig von der Spannung. Schlussendlich trennten sich die beiden Lokalrivalen mit einem 28:28. Bedingt durch die Zusammenfassung der Landesligen werden aus der 1. Kreisklasse mit großer Sicherheit vier Mannschaften absteigen.

Brand als Tabellenvierter (punktgleich mit dem Tabellendritten) hat nach der Punkteteilung drei Punkte Vorsprung vor den Stolbergern. Die Stolberger wiederum haben nunmehr einen Punkt Vorsprung vor einem Abstiegsplatz. Dennoch können die Stolberger mit der Punkteteilung hochzufrieden sein.

Erst die Zustimmung der Brander zur Vorziehung des Spiels von Sonntag auf Samstag, zusätzlich verbunden mit einem Heimrechttausch, brachte die Stolberger in die Situation, mit dem kompletten Kader aufzulaufen. Die Brander führten souverän bis zur 50. Minute. Dann wendete sich das Blatt, vermutlich auch dem höheren Tempo geschuldet.

Mit der Punkteteilung kamen die Stolberger am Ende sehr gut zurecht. Es war ein glücklicher Punktgewinn, der erst durch ein Tor zehn Sekunden vor Schluss sichergestellt wurde. Am Samstag geht es für die Stolberger Zweitvertretung zum Tabellenzweiten Alemannia Aachen 1. Dort werden die Trauben sehr hoch hängen.

Da die Mannschaften im unteren Tabellenkreuz aber ebenfalls gegeneinander spielen, hoffen die Stolberger im Falle einer Niederlage das Abrutschen auf einen unteren Tabellenplatz zu verhindern.

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