Stolberg-Münsterbusch - Hallenstadtmeisterschaft: VfL entscheidet Vater-Sohn-Duell für sich

Hallenstadtmeisterschaft: VfL entscheidet Vater-Sohn-Duell für sich

Von: Lukas Franzen
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Im Endspiel der 27. Hallenstadtmeisterschaft verlangte A-Ligist SG Stolberg Titelverteidiger VfL Vichttal alles ab und ging sogar mit 1:0 in Führung. Doch am Ende stand es 2:1 für den VfL. Foto: L. Franzen
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Der Hattrick ist perfekt: Zum dritten Mal in Folge heißt der Hallenstadtmeister der Kupferstadt VfL 08 Vichttal.

Stolberg-Münsterbusch. Umschreibungen für das Endspiel der 27. Stolberger Hallenstadtmeisterschaft gibt es mehr als genug: Amtierender Feldstadtmeister trifft auf amtierenden Hallenmeister, Wiederauflage der Endspiels der Feldstadtmeisterschaft oder einfach Vater-Sohn-Duell.

Denn während Dominic Wirtz, eigentlich Abteilungsleiter Fußball beim VfL Vichttal, Trainer Avramovic vertrat, ist Vater Axel Vorsitzender des anderen Finalisten, SG Stolberg. Und am Ende gewann das Team des Sohnemanns knapp mit 2:1 – der dritte Hallenmeistertitel für den VfL in Serie.

In einem insgesamt chancenarmen Finale sah es zunächst nicht nach dem Hattrick für die Dörenberg-Kicker aus. Denn nach einem ansehnlichen Weitschuss unter die Latte von Azem Halili nach rund fünf Spielminuten ging die SG Stolberg, die in der Anfangsphase den besseren Eindruck hinterließ, mit 1:0 in Führung.

Spiel binnen Sekunden gedreht

Im letzten Spieldrittel dann eine Standardsituation für den VfL, die Dustin Bücken zu nutzen wusste. Einen flach geschossenen Freistoß konnte SG-Keeper Ralf Horbach nicht abwehren. Und wenige Sekunden nach dem Ausgleich musste der Hintermann des amtierenden Feldstadtmeisters ein zweites Mal hinter sich greifen.

Die SG, scheinbar noch geschockt vom Ausgleich und noch nicht vollständig geordnet, bekam die heranstürmenden Vichttaler nicht in den Griff. Melih Yilmaz traf zum 2:1-Endstand für die Vichttaler, die abgesehen von drei Akteuren mit Spielern der 1. Mannschaft bei der Stadtmeisterschaft vertreten waren.

Die letzte Möglichkeit des Endspiels gehörte der SG, doch auch in Überzahl – Daniel Neukirchen kassierte kurz vor Spielende eine äußerst umstrittene Rote Karte – konnte der Fusionsclub aus Gressenich und Werth sich nicht mehr ins Neunmeterschießen retten.

„Wir haben das Turnier diszipliniert und souverän zu Ende gespielt und keinen einzigen Punkt abgeben müssen. Über die Distanz gesehen, haben wir verdient gewonnen“, sagte ein zufriedener Interimscoach Dominic Wirtz, der das Team während der beiden Turnierwochenenden gemeinsam mit Wolfgang Steckemetz betreut hatte, unmittelbar nach dem Abpfiff. „Ich bin aber vor allem froh, dass wir das Turnier verletzungsfrei überstanden haben. Denn uns erwartet in der Landesliga ein schweres Auftaktprogramm und eine harte Rückrunde.“

SG-Trainer Uwe Daun konnte nach der Finalniederlage mit dem zweiten Platz in der Halle leben, haderte aber mit zwei individuellen Fehlern seines Teams, die zu den beiden Gegentreffern geführt hätten. „Die beiden Tore waren leider ein Geschenk für Vichttal. Ansonsten bin ich zufrieden mit unserer Leistung.“ Sein Team, so Daun, habe sich nach schwachem Start ins Turnier deutlich gesteigert und es dadurch bis ins Finale geschafft. „Auch nach dem Rückstand im Finale haben wir weiter gekämpft, wussten die Überzahl am Ende aber leider nicht auszunutzen.“

Im kleinen Finale, dem Spiel um Platz 3, hatte der Ligakonkurrent der SG, A-Ligist FC Stolberg, keine Mühe gegen das Überraschungsteam des FC Adler Büsbach. Die Mannschaft von Trainer Holger Peters siegte deutlich mit 6:0. Für den FC trafen Kadir Gürsoy (5.), Yannick Rother (8.), Veysel Igneci (11.), Ferhat Özcan (13.,14.) und Henrik Müller (15.).

Favoritensterben

Dass am Ende ausgerechnet drei höherklassige Vereine – ein Landesligist und zwei A-Ligisten – auf dem Treppchen des Sparkassenpokals standen, war angesichts des frühen Favoritensterbens bei der 27. Ausgabe des Hallenturniers keineswegs selbstverständlich.

Bereits in der Vorrunde war Landesligist SV Breinig in der „Hammergruppe A“ gescheitert, weil das Team nicht über Tabellenplatz 3 hinauskam. Der hochgehandelte A-Ligist TSV Donnerberg, der die schwere Gruppe als Tabellenerster punktverlustfrei beendete, scheiterte am Endspieltag überraschend in der Finalgruppe A.

Anstelle der Donnerberger schafften der FC Stolberg als Erster und C-Ligist FC Adler Büsbach als Zweiter den Sprung in die Runde der besten vier Mannschaften. Im Halbfinale setzten sich dann aber die beiden besten Teams der Finalgruppe B, Vichttal (1.) und SG Stolberg (2.) durch und machten den Turniersieg unter sich aus.

4:0 endete das Halbfinale zwischen Vichttal und Büsbach. Spannender ging es zuvor zwischen den Fusionsclubs FC und SG Stolberg zu. Da es nach regulärer Spielzeit 1:1 stand, musste ein Neunmeterschießen über den Finaleinzug entscheiden. Da Gürsoy für den FC den fünften Versuch vergab und Halili im Anschluss verwandelte, löste letztendlich die SG das Finalticket. In den anderen Partien des Endspieltages brauchte es kein Neunmeterschießen für viele Tore. In 18 Spielen fielen 78 Treffer – 4,3 Tore pro Spiel.

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