Hallen auf dem früheren Bahngelände vor dem Abriss

Von: Heike Eisenmenger
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Zuletzt standen Autowracks und Rampen für Skateboarder in den Hallenruinen. Die Gebäude sollen nun abgerissen werden. Foto: Eisenmenger

Stolberg. Sie sind halbverfallen, die Hallen auf dem ehemaligen Deutschen-Bahn-Gelände im Atscher Wald. Dieser Teil des Gewerbegebietes „Camp Astrid“ muss noch erschlossen werden. Ebenso wie die Bereiche auf Eschweiler Terrain. Sie gehörten früher ebenfalls zum Areal der belgischen Streitkräfte.

Auf Stolberger Seite tut sich nun etwas: Die alten Gebäude der Belgier sollen dem Boden gleich gemacht werden. Wenn alles nach Plan läuft, wird die Stadt Stolberg Mitte des Jahres die Bagger anrollen lassen. Von den eindrucksvollen Anlagen in den Hallen, die Extrem-Biker und wagemutige Skatboarder illegal konstruiert hatten, ist bereits nichts mehr übrig geblieben. Das Aufräumkommando der Stadt hatte bereits Ende des vergangenen Jahres ganze Arbeit geleistet.

Ebenso verschwunden sind inzwischen die bunt besprühten Autowracks, die die Sportler als Hindernis in ihren Parcours integriert hatten. Aber auch die leer geräumten Hallen waren zuletzt immer wieder als unerlaubte Unterkunft oder als Versteck genutzt worden. So musste das Gebäude noch vor wenigen Tagen von zahlreichen Polizeibeamten samt ihrer Diensthunde durchkämmt werden, auf der Suche nach einem Stolberger, der als vermisst gemeldet worden war. Der junge Mann tauchte zwar am späten Abend wieder bei seiner Familie auf, doch war man bei der Suche davon ausgegangen, dass die alten Hallen der belgischen Soldaten einen idealen Unterschlupf für den Gesuchten bieten könnten.

Nun werden Gutachten in Auftrag gegeben, die unter anderem Auskunft über mögliche Umweltbelastungen, die von dem Areal ausgehen könnten, geben sollen. Wird von den Behörden dann diesbezüglich „Grünes Licht“ erteilt, wird der Auftrag zum Abriss ausgeschrieben.

Dann rollen die Bagger erneut an – und an die alten Hallen und an die beeindruckende, wenn auch verbotenerweise errichteten Jump-Anlage mit ihren bunten Autowracks werden nur noch Fotos erinnern.

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