Hahnenverein am Breiniger Berg lost Majestät aus

Von: Thomas Waltl
Letzte Aktualisierung:
10194288.jpg
Ein Mitglied beim Versuch, den Hahn (natürlich nur eine Attrappe) zu köpfen. Da war schon einiges an Geschick erforderlich.

Stolberg-Breinigerberg. Es ist kurz nach 18 Uhr gewesen, als „Richter“ Peter Hoffmann sein Urteil verkündete: Der Unheil bringende und Regeln brechende Hahn sollte geköpft werden. Als nach nicht einmal zehn Versuchen das Federvieh, natürlich nur ein Attrappe, mit einem Säbel durchtrennt wurde, war der Jubel unter den zahlreichen Anwesenden im Festzelt am Breinigerberg groß.

Im Gegensatz zu anderen Vereinen, wo der Held, der den Hahn den Garaus machen konnte, zum neuen König gekrönt wird, gibt es beim Hahnenverein am Breinigerberg eine andere Regelung. Das Los entscheidet über den Glücklichen. Und wie es der Zufall so wollte, ist Norbert Hoffmann der neue Hahnenkönig.

Er ist der Onkel vom alten König Stephan Hoffmann, der mit einer feierlichen Abschiedsrede abdankte. Um die Rechtsmäßigkeit der Königswahl braucht aber niemand Angst zu haben. Schließlich geht es beim Hahnenverein in erster Linie um den Spaß und nicht um irgendwelche strengen Richtlinien.

Das Hahneköppen mit anschließendem Festumzug mit dem neuen und alten König, sowie der Königsball bildeten den Abschluss der traditionellen Hahnenkirmes am Breinigerberg. Veranstaltet vom Hahnenverein Breinigerberg erfreute sich die dreitägige Kirmes großer Beliebtheit. Ob beim Festzug mit Kranzniederlegung, oder bei der Messe im Festzelt und anschließendem Frühschoppen, für jeden war etwas dabei.

Und während sich die Kinder bei einem kunterbunten Nachmittagsprogramm vergnügen konnten, saßen die Eltern bei Kaffee und Kuchen zusammen. Es war ein Bild, wie es sich der Hahnenverein gewünscht hat. „Das Ziel unserer jährlich stattfinden Hahnenkirmes ist es, erstens das Brauchtum aufrechtzuerhalten und an nachfolgende Generationen weiterzugeben und zweitens die Leute wenigstens ein paar Mal im Jahr zusammenzubringen,“ so Peter Hoffmann.

Der 1933 gegründete Verein sei sehr wichtig für das Ortsleben und helfe auch Mitgliedern, denen es im Moment vielleicht nicht so gut gehe, erzählt er stolz.

In der Tat ist der Hahnenverein Breinigerberg einer von den letzten Vereinen dieser Art in der Region. Und der Verein bietet genug, um für junge Menschen interessant zu wirken. Das spiegelt sich auch in der Mitgliederzahl von 156 Mitgliedern wider. Vom 17-jährigen Schüler bis hin zum 88 Jahre alten Rentner gibt es Mitglieder aller Altersstufen im Verein. Und trotz Generationenunterschiedes verstehen sich alle Mitglieder bestens.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert