Stolberg - Haas übernimmt wieder die Regie auf dem Wertstoffhof

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Haas übernimmt wieder die Regie auf dem Wertstoffhof

Von: -jül-
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Im kommenden Jahr will die Regio-Entsorgung die Vorhaltung und den Betrieb des Wertstoffhofes an der Hasencleverstraße für fünf Jahre wieder der Firma Haas übertragen. Foto: J. Lange

Stolberg. Unter dem Strich ist es teurer für die Stadt als in den Vorjahren, wenn auch ein wenig günstiger als im laufenden Jahr: Zum 1. Februar übernimmt die Firma Haas die „Vorhaltung und den Betrieb eines Wertstoffhofes“ in der Kupferstadt am gewohnten Standort an der Hasencleverstraße.

Das Stolberger Unternehmen war der einzige Bieter bei einer europaweiten Ausschreibung der Leistung für die kommenden fünf Jahre durch die Regio-Entsorgung. Die Anstalt öffentlichen Rechts hatte zum Jahresbeginn die Abfallentsorgung in Stolberg übernommen.

Bis dato war eine Bietergemeinschaft unter Beteiligung der Firma Haas seit 2006 für die Abfallentsorgung zuständig gewesen. Anstelle einer erneuten Ausschreibung hatte sich der Stadtrat im vergangenen Jahr für eine Übertragung der Aufgabe an die kommunal getragene Regio-Entsorgung des Zweckverbandes Entsorgungsregion West, in dem die Stadt Mitglied ist, entschieden.

Für Aufregung sorgte im vergangenen Dezember die Nachricht, dass die tatsächliche Kostenbelastung des Wertstoffhofes bei 171.360 Euro inklusive beziehungsweise 144.000 Euro ohne Mehrwertsteuer liege. Ulrich Koch, Geschäftsführer der Regio-Entsorgung forderte bei der Stadt eine entsprechende Kostenbeteiligung ein. Bislang hatte Stolberg jedoch nur 63.000 Euro jährlich bezahlt. Aber „die der Stadt in Rechnung gestellten 63000 Euro sind ein subventionierter Preis“, erklärte Koch nach Sichtung der Unterlagen: Die in der Bietergemeinschaft mit Haas engagierte Firma Schönmackers „hat seinerzeit bei der Angebotsabgabe offensichtlich einen Kampfpreis angeboten, der aus den Erlösen der Logistik quersubventioniert werden sollte“.

Seinerzeit forderte die Stadt von der Regio-Entsorgung, über die Gespräche mit Haas hinaus Verhandlungen mit weiteren potenziellen Anbietern vor Ort aufzunehmen. Letztlich schluckte der Rat zähneknirschend, zweimal knapp 80000 Euro für dieses Jahr an die Regio-Entsorgung zu zahlen, um den Betrieb des Wertstoffhofes gewährleisten zu können.

Eine kurzfristige Preiserkundung bei örtlich fachlich geeigneten Unternehmen brachte keine tragfähigen Ergebnisse, bilanziert Koch, so dass die Regio-Entsorgung neben den Anlagen Würselen, Baesweiler und Herzogenrath den Wertstoffhof auf dem angemieteten Gelände Haas in Eigenregie betreibt. Dabei sammelte sie Erfahrungen, die in die im Juli veröffentlichte Ausschreibung einflossen.

So wurde zu dem bisherigen Leistungsumfang zusätzlich die Abgabemöglichkeit von Sperrmüll – aufgeteilt in Altholz, Metallschrott, Hartkunststoffe und Restsperrmüll – ausgelobt. Sie soll nach dem Vorliegen der erforderlichen Genehmigung im kommenden Jahr angeboten werden und zu einer Entlastung der Sperrmüll-Abfuhr führen. So werden in Herzogenrath 40, in Würselen sogar 70 Prozent des Sperrmüll-Aufkommens auf den Wertstoffhöfen angeliefert. Mit jährlichen Gesamtkosten von 131.700 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer soll am Mittwoch der Ausschuss für Strukturfragen der Regio-Entsorgung die Leistung beauftragen. Bereits am Dienstagabend soll der Stadtrat in nicht-öffentlicher Sitzung den Vergabevorschlag zum Wertstoffhof zustimmend zur Kenntnis nehmen.

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