Gymnasiasten der Ritzefeldschule wollen helfen, Leben zu retten

Von: dim
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Die Aula ist prall gefüllt, weil die Schüler des Ritzefeld-Gymnasiums mit ihrer Registrierung als Stammzellenspender einen Beitrag im Kampf gegen Blutkrebs leisten wollen. Foto: D. Müller

Stolberg. Eine Aktion, die Leben retten kann, hat der Abiturjahrgang des Ritzefeld-Gymnasiums jetzt initiiert. Alle 35 Sekunden erhält ein Mensch auf der Welt die Diagnose Blutkrebs, in Deutschland alle 15 Minuten. Es ist die häufigste Krebserkrankung bei Kindern, und viele Patienten können den Blutkrebs nur mit einer Stammzellentransplantation überleben.

Auch wenn inzwischen weltweit 30 Millionen potenzielle Stammzellenspender registriert sind, findet noch immer jeder siebte Betroffene keinen passenden Spender, denn die Gewebemerkmale, von denen es mehr als 10.000 gibt, müssen übereinstimmen.

Die Jahrgangsstufe Q2 des Ritzefeld-Gymnasiums wollte noch vor dem Abitur gemeinsam einen Beitrag im Kampf gegen Blutkrebs leisten und hat in der Schule eine Registrierungsaktion für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei DKMS durchgeführt, die auf große Resonanz stieß.

Unter dem Motto „Schüler helfen, Leben zu retten“ informierte Angelina Idt vom DKMS-Büro Köln mit einem Vortrag über die Krankheit und über die Verfahren, wie Stammzellen gespendet werden können. Gesunden Spendern im Alter von 17 bis 55 Jahren werden in den meisten Fällen (80 Prozent) peripher Stammzellen entnommen. Dieses Verfahren ähnelt einer Blutwäsche, dauert drei bis vier Stunden und wird ambulant an maximal zwei Tagen durchgeführt.

Bei der Knochenmarkentnahme hingegen werden dem Spender unter Vollnarkose etwa ein Liter Knochenmark-Blut-Gemisch aus dem Beckenkamm entnommen. Für beide Verfahren gelte: „Die Stammzellen der Spender regenerieren sich innerhalb von zwei Wochen vollständig“, sagte Idt.

Ein Spender berichtete im Anschluss an den Vortrag aus erster Hand von seinen Erfahrungen bei der peripheren Stammzellenentnahme. Und von der Aula ging es für nahezu alle Ritzefeld-Schüler, die mindestens 17 Jahre alt sind, in die Mensa, wo die jungen Stolberger sich als mögliche Stammzellenspender bei der DKMS registrieren ließen.

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