Stolberg - Gute und schnelle Lösung für Mensa-Neubau am Goethe gewünscht

Gute und schnelle Lösung für Mensa-Neubau am Goethe gewünscht

Von: Kolja Linden
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Das Goethe-Gymnasium soll eine Mensa bekommen, noch offen ist, an welcher Stelle der Bau gebaut werden soll. Das Kollegium bevorzugt eine Lage am Hang. Foto: K. Linden

Stolberg. Wenn man vom Goethe-Gymnasium auf der Liester den Hang hinunter in Richtung Walther-Dobbelmann-Straße schaut, dann fällt der Blick auf den großen Kran und die Baustelle, an der zurzeit der Erweiterungsbau für die Realschule entsteht.

Ein Blick, an den sich Stefanie Luczak durchaus gewöhnen könnte, nur dass die Leiterin des Gymnasiums die nächste Baustelle gerne auf ihrer Straßenseite hätte - nämlich genau auf dem Hang, der jetzt noch den Blick zur Realschule freigibt.

Eine neue Mensa muss her für das ab Sommer gebundene Ganztagsgymnasium - darin sind sich Stadt und Schule einig. „Im Bestand können wir keine Mensa einrichten”, sagt Luczak,

„Wir haben seit vielen Jahren Raumnot und keine freien Kapazitäten.” 750.000 Euro sind deshalb für einen Neubau im Haushalt der Stadt vorgesehen, doch es gibt - noch - unterschiedliche Auffassungen, wo das neue Gebäude hin soll.

„Wir haben beim letzten Ortstermin mehrere Varianten durchgesprochen”, sagt Schuldezernent Dr. Wolfgang Zimdars und erklärt, dass man, was Standort, Größe und Ausstattung angeht, natürlich unterschiedlicher Ansicht sein kann. Für Anfang kommender Woche ist deshalb ein neuer Termin vorgesehen.

Das Hochbauamt hatte ursprünglich vorgesehen, einen Riegel vor das Lehrerzimmer in Richtung Lerchenweg zu bauen, wo dann eine schmale Wiese und ein kleines Birkenwäldchen weichen müssten. Die Schule wünscht sich dagegen einen Mensabau parallel zum Schulgebäude auf dem Hang zur Walther-Dobbelmann-Straße.

„Ein Riegel vor dem Lehrerzimmer, das reicht nicht”, sagt Stefanie Luczak. Die Schulleiterin und ihr Kollegium plädieren für eine größere Lösung: Mit einer Mensa alleine ist es ja nicht getan”, sagt Luczak, „Wir brauchen im Ganztag auch Lehrerarbeitsräume und zusätzlichen Raum zum Beispiel für die Hausaufgabenbetreuung.”

Von rund 600 auf 850 Schüler sei die Schule in den vergangenen zehn Jahren gewachsen, sagt Luczak, doch nicht nur neue Klassenräume waren in dieser Zeit nötig: „Eine moderne Schule ohne Lernzentrum und ohne Informatikräume ist heute undenkbar.”

Die Schule hat all dies, mit der Folge, dass die Raumnot größer wurde: „Allein das Lernzentrum für die Oberstufe nimmt zwei ehemalige Klassenräume ein.”

Dass man sich deshalb nicht nur auf eine Variante festlegen darf, weiß auch Wolfgang Zimdars. Er selbst habe deshalb den Standort zur Walther-Dobbelmann-Straße hin vorgeschlagen, doch zuerst müsse man sich über die Dimensionen klar werden. „Ich bin sicher, dass wir da Einvernehmen erzielen.”

Und auch Stefanie Luczak weiß natürlich, dass jeder Wunsch letztlich von den finanziellen Möglichkeiten abhängig ist. Man müsse zwar mit eigenen Vorstellungen in die Verhandlungen gehen, wenn diese aber utopisch seien, müsse man aber über andere Dinge nachdenken.

Je größer ein Neubau ist, umso kostspieliger wird er, das weiß auch die Schulleiterin. Und auch die Hanglage ist ein teures Problem: „Sie hat sicherlich einen baulichen Mehraufwand zur Folge”, so Wolfgang Zimdars.

Bliebe noch die Idee einer gemeinsamen Mensa für alle Schulen auf der Liester. Doch da wiegelt Luczak ab. „Man darf sich nicht tot organisieren”, gibt sie zu bedenken, dass man mittags in einem Zeitraum von anderthalb Stunden die Versorgung und Betreuung sehr vieler Schüler organisieren müsse.

Kleinteiligere Systeme seien flexibler. Und es gibt noch eine weitere Befürchtung: „Je größer die Lösung, desto weiter nach hinten rückt möglicherweise ihre Realisierung”, sagt Luczak.

Und das möchte sie auf keinen Fall riskieren. Dass schon in den Sommerferien die Bagger anrücken, glaubt Luczak ohnehin nicht, sagt dennoch: „Ich möchte gerne eine gute Lösung, aber auch eine schnelle.”

Da hätte auch Wolfgang Zimdars nichts gegen: Das Geld im städtischen Haushalt stehe bereit, doch man brauche auch die Landesförderung: „Wir dürfen nicht anfangen, bevor die Landeszuschüsse da sind.”
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