Stolberg - Gutachten: Erster Anlauf zur Bebauung der Rotsch

Gutachten: Erster Anlauf zur Bebauung der Rotsch

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
4577857.jpg
Etwa bis zur Tiefe der mobilen Tore soll ein Bebauungsplan eine Entwicklung des Sportplatzes Rotsch mit einer Straßenlandbebauung regeln. Zunächst müssen Gutachten eine Wirtschaftlichkeit Foto: J. Lange

Stolberg. Hinter diesem Bebauungsplan steckt noch jede Menge Arbeit, auch wenn er im vereinfachten Verfahren ohne Umweltprüfung aufgestellt werden kann. Auf der Rotsch werden Planer und Gutachter genau hinschauen müssen. Das Gelände der einst glorreichen „Robert-Grünzig-Kampfbahn“ zwischen Jordansberg und den bestehenden Häusern soll entlang der Straße bebaut werden können.

Der Fusion des SSV und der DJK Frisch-Froh zum FC Stolberg ist mittlerweile eine Konzentration des Spielbetriebs auf die Anlage an der Stadtrandsiedlung erfolgt, die mittelfristig ebenfalls Bauland werden soll, so dass die Verwaltung eine Konzentration der Sportinfrastruktur im Stadion Glashütter Weiher anstrebt. Eine Vermarktung des aufgegebenen Sportplatzes Rotsch soll mit zur Finanzierung der neuen Kupferstädter Sportlandschaft dienen.

Eine weitere Entwicklung von Bauland auf dem Sportplatzgelände ist mit einigen Vorbehalten versehen. Die Rotsch ist ein alter Steinbruch, der für die Nutzung als Sportplatz mit unterschiedlichen aufgeschüttet wurde. Das natürliche Gelände und damit der tragfähige Baugrund gelten als sehr abschüssig.

So ergab vor vier Jahren eine Voruntersuchung, dass eine Erschließung wirtschaftlich lediglich entlang der Straße darstellbar sei, weil dort die Aufschüttungen nicht ganz so mächtig sind – mit Ausnahme des mittleren Bereiches, der ebenso wie das übrige Straßenland auf eine Bebaubarkeit hin untersucht werden soll.

Dies soll im Rahmen der Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 16 „Liester Teil IV“ geschehen, die der Ausschuss für Stadtentwicklung auf seiner Sitzung am 13. Juni beschließen soll. Bereits einen Tag vorher soll der Vergabeausschuss ein Ingenieurbüro mit den Untersuchungen beauftragen vorbehaltlich der Mittelbereitstellung im Hauptausschuss.

Neben der Betrachtung der Bauflächen stellt sich auch die Frage der Altlasten. Aufgrund der Belastung der „roten Asche“ und den erwarteten Bauaushubs besteht ein Kostenrisiko, das vorab auch mit den zuständigen Behörden geklärt werden soll: Ist ein Verbleib des Materials auf dem Gelände machbar oder muss es abtransportiert und entsorgt werden?

Finanziell ins Gewicht fallen werden auch die Kosten für eine ordnungsgemäße Entwässerung, zumal das Sportplatzgelände rund drei Meter unterhalb des Niveaus der Straße „Rotsch“ liegt.

Aufgrund dieser ohnehin schon schwierigen Rahmenbedingungen soll nicht das gesamte aufgeschüttete Areal, nicht einmal das gesamte Sportplatzgelände für die Bauleitplanung in Betracht kommen, sondern lediglich der Streifen entlang der Straße mit einer Tiefe bis etwa hinter den 16-Meter-Raum.

Dies entspricht ungefähr der Tiefe der in Richtung Hang benachbarten Grundstücke. Derzeit ist das Gelände in dem ebenfalls zu ändernden Flächennutzungsplan als Grünfläche mit der Zweckbestimmung Sport- bzw. Parkanlage ausgewiesen.

Sollte sich anhand der Untersuchungen durch die Fachingenieure und der Erörterung mit den zuständigen Behörden herausstellen, dass eine Vermarktung des Sportplatzgeländes nicht wirtschaftlich realisierbar ist, rät die Verwaltung der Politik, darüber nachzudenken, ob dann die Bauleitplanung nicht wieder besser eingestellt werden sollte.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert