Grundschulen: Bis zum Herbst soll es eine Lösung geben

Von: gro
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Stolberg. In die kontroverse Diskussion um eine mögliche Regulierung der Eingangsklassen in den Stolberger Grundschulen soll jetzt das Bildungsbüro der Städteregion Aachen moderierend eingreifen. Darauf haben sich die zehn Schulleiter und die Stadt Stolberg verständigt.

 „Inhaltlich sind wir noch nicht weitergekommen. Wir haben aber beschlossen, uns auf dem Weg zu einer nachhaltigen Lösung begleiten zu lassen“, bestätigte Günther Jansen gestern auf Anfrage die Einigung im Kollegenkreis.

„Es wird darum gehen zu garantieren, dass jede Grundschule relativ gleich starke Eingangsklassen haben wird“, so der Leiter der Grundschule Prämienstraße und derzeitige Vorsitzende der Grundschulkonferenz. Das geht einher mit der von der Landesregierung ab dem Schuljahr 2014/15 vorgesehenen und von der Stolberger SPD-Fraktion zwischenzeitlich auch beantragten Festlegung einer Zügigkeit an jeder der zehn Einrichtungen im Stadtgebiet.

Hintergrund der Initiative der Sozialdemokraten ist die Absicht, mit der Fixierung der Zahl der Eingangsklassen auch einen Einfluss auf die Schülerströme nehmen und somit für ausgewogenere Verhältnisse sorgen zu können. Eine Wiedereinführung der 2008 abgeschafften Eingangsbezirke, wie sie das Schulgesetz mittlerweile optional wieder vorsieht, soll es hingegen nicht geben.

Betroffen von einer Regulierung der Zügigkeit dürften in erster Linie die Hermann- und Grüntalschule in der Innenstadt sowie die Grundschule Höhenstraße auf dem Donnerberg sein. Letztgenannte erlebt seit Jahren einen Ansturm von Kindern auch aus dem Zentrum, während die dortigen Einrichtungen mittlerweile sogar um ihre Zweizügigkeit bangen müssen.

„Wir müssen das Recht auf freie Wahl der Eltern und das Recht der Kinder auf einen angemessenen Unterricht in Einklang bringen“, formuliert Günther Jansen das Ziel. Weil das im konkreten Fall der drei genannten Schulen aber wahrscheinlich nur mit Hilfe einer Begrenzung der Schule Donnerberg auf zwei Eingangsklassen gehen wird, gilt das Thema auch im Schulleiter-Kreis als Reizthema. Renate Krickel (Hermannschule) hatte deshalb ganz offen und öffentlich professionelle Unterstützung bei der Lösungssuche gefordert. Die wird es nun durch die Beteiligung des Bildungsbüros der Städteregion geben.

„Ein erstes Treffen findet noch vor den Osterferien statt“, kündigt Jansen einen „sehr baldigen“ Startschuss an, stellt aber zugleich klar: „Ein solcher Prozess braucht seine Zeit.“ Diese Zeit ist allerdings absehbar begrenzt: Spätestens zum Anmeldeverfahren (im Oktober) soll es eine Lösung geben, um den Eltern und deren Kindern, die zum Schuljahr 2014/15 eingeschult werden, klare Rahmenbedingungen bieten zu können.

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