Grünes Licht für Expansion im Birkenfeld

Von: Jürgen Lange
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Diese Aussicht wird sich ände
Diese Aussicht wird sich ändern: Die Druckerei Leufgens (im Hintergrund) plant den Bau einer weiteren Produktionshalle, und das Bauunternehmen Kutsch strukturiert seinen Außenbereich neu und errichtet eine Lagerhalle zum Abschluss am Grundstücksende. Foto: J. Lange

Stolberg. Mehr als fünf Jahre währte der Weg durch die Instanzen, bis zwei Stolberger Unternehmen jetzt die Möglichkeit geboten wird, mit einer Expansion am Standort im Birkenfeld neue Arbeitsplätze zu schaffen und bestehende zu sichern.

Nach jahrelangem Widerstand - in der Bürgerschaft und auf Seiten der Grünen - stimmte der Stadtrat jetzt einstimmig sowohl der Bauleitplanung wie auch den städtebaulichen Verträgen und dem Grundstücksverkauf zu.

Die Druckerei Leufgens und das Bauunternehmen Kutsch können nun ihre Betriebsflächen erweitern um 5563 bzw. 1897 Quadratmeter.

Es wird den Regelungen im städtebaulichen Rahmenvertrag zugeschrieben, dass das politische Votum einstimmig ausfiel und Bedenken von Anwohnern zumindest nicht mehr öffentlich wurden. Denn durch die Expansion werden die Wege dafür geebnet, dass bisherige Probleme behoben werden, die in erster Linie der Firma Kutsch von Bewohnern der Velau zur Last gelegt wurden.

Neue Treppe zum Supermarkt

Mit dem Bau einer Lagerhalle sollen zukünftig Lärm- und Staubemissionen in Richtung Wohngebiet reduziert werden; eine weitere Auflage ist eine neue Organisation des Außenlagers mit der Verlagerung lärmintensiver Tätigkeiten zur Straße „Am Birkenfeld” hin und dem Asphaltieren eines großen Teils der Betriebsfläche.

Darüber hinaus werden Wegeverbindungen in der Heidelandschaft, die durch die Erweiterung der Gewerbeflächen zerschnitten werden, erneuert, so dass den Velauern weiterhin ihre „Schleichwege” zum Verbrauchermarkt in der Steinfurt zur Verfügung stehen. Dort, wo ihr Weg bislang einen steile Böschung hinabführte, wird nun ein ordentlicher Abgang geschaffen. Und für den Eingriff in die Landschaft müssen die beiden Unternehmen einen deutlichen Betrag auf das Öko-Konto der Stadt überweisen.

Bereits vor vier Jahren war die Fläche des seit Sommer 2006 laufenden Bebauungsplanverfahrens von 1,7 auf 0,9 Hektar reduziert worden, um auf Basis einer Machbarkeitsstudie von vorneherein Konflikte mit dem Landschaftsschutz auszuräumen.

Zweimal durchliefen die Planungen eine intensiven Bürgerbeteiligung bis im März 2009 der Stadtrat eigentlich die Offenlage beschließen wollte. Doch bei der Abwägung der einzelnen Anregungen von Trägern öffentlicher Belange sowie aus der Bürgerschaft war es zu einer Abstimmungspanne gekommen. Bei Stimmengleichheit scheiterten zwei Einzelbeschlüsse; somit rückte der Satzungsbeschluss wieder in die Ferne. Angesichts der damals schwierigen wirtschaftlichen Lage legten die beiden Unternehmen ihre Erweiterungsabsichten erst einmal auf Eis.

Im Frühjahr diesen Jahres wurden die Bestrebungen zu einer Expansion wieder aufgenommen. Innerhalb eines halben Jahres konnte nun die Bauleitplanung zu einem Abschluss gebracht werden.
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