Grünes Licht für Discounter

Von: jül
Letzte Aktualisierung:

Stolberg. Ein klares Bekenntnis zur Sicherung der Nahversorgung auf der Liester gab Donnerstagabend der Ausschuss für Stadtentwicklung einstimmig ab und empfahl dem Stadtrat den Satzungsbeschluss für die Änderung des Bebauungs - und Flächennutzungsplans für das Eckgrundstück von Lerchenweg und Ardennenstraße.

Dort möchte der Discounter Lidl einen Markt mit 1200 m² Verkaufsfläche errichten als Ersatz für den gegenüberliegenden Markt. Mit 900 Kunden im Tagesschnitt wird gerechnet, wobei 30 Prozent bereits heute die bestehende Filiale besuchen.

„Wir wollen diesen Standort zur Nahversorgung sichern”, machte Rolf Engels für SPD und CDU deutlich. Die Nahversorgung auf der Liester müsse weiterhin ortsnah gesichert bleiben.

Allerdings verhehlte Engels nicht, dass das deutliche Ja zu dem Standort auch ein Kompromiss sei. „Wir haben uns weitestgehend bemüht, die Belange der Anwohner zu berücksichtigen”. Lidl habe bereits zahlreiche Zugeständnisse gemacht „und eine Menge zum Nutzen der Anlieger zugestanden”, sagte Engels.

Bereits nach der ersten Offenlage der Planung hatte das Unternehmen Zugeständnisse beispielsweise bei Lärmschutzwand, Öffnungszeiten, Parkplätzen und ihre Verschließbarkeit gemacht.

Auch die nun vorliegenden Einwände - in erster Linie - der Anwohner habe der Ausschuss bereits intensiv beraten und abgewogen. Mit den Eingaben wollten die Anwohner weitere Zugeständnisse beim Lärmschutz erreichen; dabei hatten sie vor allem die Kühlanlage, den Presspapiercontainer, die Andienung und den Verkehrslärm ins Visier genommen.

Entsprechend der Vorschläge der Verwaltung folgte der Ausschuss lediglich der Anregung, den Unterstand für Einkaufswagen dreiseitig einzuhausen. Die meisten übrigen Anregungen und Bedenken wurden zurückgewiesen oder zur Kenntnis genommen.

Als nächstes berät der Hauptausschuss am kommenden Dienstag über den Punkt. Den Satzungsbeschluss soll der Stadtrat auf seiner Sitzung am 27. März treffen.

Lidl hatte 2005 angekündigt, die kleinere Filiale in dem Eckhaus von Ardennen- und Prämienstraße zugunsten eines größeren Marktes schließen zu wollen. Als erster Alternativstandort war das ehemalige Telekom-Gelände an der Kesselschmiede ins Auge gefasst worden. Dort ließ sich die Niederlassung aber nicht realisieren. Erst durch den Verkauf des Geländes der evangelischen Kirchengemeinde wurde die Planung des Neubaus an der Ecke Lerchenweg/Ardennenstraße möglich.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert