Grünes Licht für den dritten Förderschwerpunkt

Von: Michael Grobusch
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Stolberg. Ende gut, alles gut, könnte man sagen. Oder die Worte von Willi Seyffarth wählen: „Ich freue mich sehr. Denn der Schulstandort Stolberg wird weiter gestärkt”, erklärte der Fachbereichsleiter am Freitag gegenüber unserer Zeitung.

Er bestätigte damit zugleich, dass die Bezirksregierung Köln den Antrag auf Einrichtung des dritten Förderschwerpunktes an der Schule Stolberg genehmigt hat.

Bereits ab dem kommenden Schuljahr kann somit neben den Bereichen „Lernen” sowie „emotionale und soziale Entwicklung” mit „Sprache” ein weiterer Schwerpunkt an der Talstraße gesetzt werden.

Die Genehmigung markiert das Ende eines monatelangen Gerangels zwischen der Stadt Stolberg und der Städteregion Aachen. Die beiden Trägern hatten zunächst unterschiedliche Einschätzungen über die Erfordernis des dritten Schwerpunktes in Stolberg geltend gemacht. Dabei hatte die Städteregion vor allem auch die Auswirkungen auf die Erich-Kästner-Förderschule in Eschweiler im Blick gehabt, die in ihrer Trägerschaft steht und ebenfalls den Förderschwerpunkt „Sprache” hat - allerdings ausschließlich diesen.

Bekenntnis zur Kooperation

Freigemacht wurde der Weg für die pädagogische Erweiterung an der Talstraße dem Vernehmen nach durch das Bekenntnis zu einer engen Kooperation zwischen beiden Schulen. Diese hat die Städteregion offenbar veranlasst, ihre bis dato negative Stellungnahme zu dem Stolberger Vorhaben zu korrigieren.

„Wir haben den dritten Schwerpunkt schon seit 2005 als ein wichtiges Ziel gesehen und seitdem daran gearbeitet, das Konzept unserer Schule zu optimieren”, erklärte Doris Rößeler am Freitag auf Anfrage. Sie fühle sich durch die Veränderung in Stolberg und durch den Inklusionsgedanken bestärkt, so die Schulleiterin, die noch keine Aussagen zu den konkreten Auswirkungen auf die Schule und das Kollegium machen wollte. „Das wäre nicht seriös. Wie sich die Schülerströme entwickeln werden, hängt in erster Linie vom Willen der Eltern ab.” Rößeler unterstrich aber, dass die Erweiterung nicht nur ein Erfolg für Stolberg sei. „Wir sehen die Weiterentwicklung in sehr engem Zusammenhang mit der Schullandschaft in der Region.”

Regional betrachtet auch Willy Seyffarth die jüngste Entwicklung: „Wir kommen dem Ziel der Inklusion damit einen Schritt näher. Und wir können qualifizierte Sonderpädagogen binden.”
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