Stolberg - Großes Fest zum Auftakt: Stolberger Ferienspiele haben begonnen

Großes Fest zum Auftakt: Stolberger Ferienspiele haben begonnen

Von: Heike Eisenmenger
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Zum Auftakt der Ferienspiele war auf dem Kaiserplatz eine Hüpfburg aufgebaut worden. Kinder und ihre Eltern hatten reichlich Spaß.

Stolberg. Jetzt geht’s los: Die 11. Auflage der Ferienspiele ist gestartet. Dieses Ereignis wurde mit einem großen Fest auf dem Kaiserplatz gefeiert. Und das mit allem Drum und Dran, das Heranwachsenden Freude macht. Über optimales Wetter freute sich Michael Bosseler vom Jugendamt.

Es war viel los, auch wenn es morgens noch nicht ganz so voll war. Doch schließlich war viel Volk auf dem Kaiserplatz unterwegs. Es gab eine große Bühne, auf der Max der Clown und Clown Ulrike herumturnten, eine Hüpfburg sowie zahlreiche Infostände. Vor dem Rathauseingang boten auf einem locker gespannten Flohmarkt Mütter und Väter alles an, was ein Kind braucht. Das fing beim Kinderwagen an, ging über die getragene Jeans für den Fünfjährigen und hörte bei Barbie noch lange nicht auf.

Bei einem Rundgang fiel auf, dass es erstaunlich viel ist, was ein Kind (scheinbar) benötigt. „Hauptsache, meine Kleine will kein Handy“, raunte eine Mutter hinter vorgehaltener Hand, damit das etwa sieben Jahre alte Töchterchen an ihrer Hand bloß nicht auf dumme Gedanken kommt. Patricia Kurdes war eine der Mütter, die Gebrauchtes und Getragenes zum günstigen Preis anboten. Ihr Fazit über die Veranstaltung fiel sehr positiv aus: „Es macht einfach Spaß, hier mitzumachen, abgesehen davon, ist es kostenlos“, so die 37-Jährige mit Hinweis darauf, dass keine Standgebühren erhoben wurden.

Es war eben ein Fest für Groß und Klein, wenngleich natürlich der Nachwuchs im Mittelpunkt stand. Für das Jugendamt ist die Veranstaltung gleich doppelt wichtig: „Wir sind Dienstleister und Ansprechpartner, wenn Probleme oder Fragen auftauchen. Bei Festen wie diesem lernen uns die Familien persönlich kennen. Im unverkrampften Miteinander merken sie schnell, welche Aufgaben vom Jugendamt erledigt werden und dass wir oft wirklich nur helfen möchten“, sagte Jugendpfleger Michael Bosseler. Das Leistungsspektrum des Jugendamtes sei weitaus vielschichtiger als das bei den Ferienspielen zum Ausdruck komme. Die Organisatoren alle Ferienspiele waren vertreten, entweder mit Ständen oder auf der Bühne. Auch Kindergärten und Tagesmütter waren mit von der Partie, für Livemusik sorgte die Band „O-Ton“. Als Spaßmacher waren Max der Clown (Herbert Baldrian) und Clownerike (Ulrike Dupont) unterwegs. Für die älteren Kids hatte der Bus, in dem die mobile Jugendarbeit in alle Winkel Stolbergs transportiert wird, seine Türen geöffnet. Es gab leckere Drinks ohne Alkohol sowie Zeit und Raum, um in Ruhe zu reden. Hochprozentiges wurde generell nicht ausgeschenkt. „Eltern sind Vorbild, darum ist heute Alkohol tabu“, erklärte Petra Morgenstern vom Jugendamt. Die Bedeutung der Ferienspiele nimmt immer mehr zu. Erneut verzeichnet das Jugendamt mehr Anfragen als Plätze. Hochbegehrt sind vor allem Angebote mit Betreuung über Mittag. „In immer mehr Familien müssen beide Eltern arbeiten. Sechs Wochen Urlaub aber hat kaum ein Arbeitnehmer. Diese Familien stehen dann vor dem Dilemma, dass die Eltern ihren Urlaub aufteilen, damit die Betreuung ihres Kindes sicher gestellt ist.“ Gemeinsame Ferien mit allen Familienmitgliedern sind somit immer seltener. Eine alarmierende Entwicklung. Mit der Folge, dass die Jugendämter mehr denn je bei der Realisation von Ferienspielen auf Fördertöpfe und Sponsoren angewiesen sind.

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