Großer Zuspruch für die erste Stolberger Sekundarschule

Von: Michael Grobusch
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Stolberg. Als der Bürgermeister am Dienstagabend im Rat das Wort ergriff, kam fast schon Feststimmung auf. Denn was Ferdi Gatzweiler dem Gremium zu übermitteln hatte, war aus Sicht der Anwesenden eine überaus frohe Botschaft. Die lautet im Kern, dass es in Stolberg ein sehr großes Interesse an der Sekundarschule gibt - viel größer, als es Politik und Verwaltung wohl vermutet hatten.

Noch vor Beginn der über zwei Wochen laufenden Elternbefragung hatte sich angesichts der bescheidenen Resonanz auf die Informationsveranstaltungen die Sorge verstärkt, dass die geplante Sekundarschule im Schatten der seit langem geforderten Gesamtschule scheitern könnte.

Derartige Szenarien haben sich mit der Auswertung allerdings erledigt: Eltern von 193 Viertklässlern und sogar 240 von Kindern in dritten Klassen haben ihr Interesse an einer Sekundarschule bekundet. Damit liegt die Quote mehr als deutlich über den 75 zustimmenden Antworten pro Jahrgang, die die Bezirksregierung als eine wesentliche Auflage für die Einführung des neuen Schultyps im Sommer 2012 gemacht hatte.

Aber nicht nur angesichts dieser Zahlen sprach Ferdi Gatzweiler von „einem überragenden Ergebnis”. Diese Einschätzung galt vielmehr auch für die Rücklaufquote. Von 1124 über die Grundschulen an die Eltern verteilten Fragebögen wurden 872 ausgefüllt an die Stadtverwaltung adressiert. „Das macht 77,6 Prozent”, staunte auch Schulverwaltungsamtsleiter Udo Griese, der die Befragung unter hohem Zeitdruck vorbereitet und gleichermaßen bis zum Morgen ausgewertet hatte.

Klein: Schullandschaft vermittelt

Selbst die Tatsache, dass im Falle von 439 Kindern und damit einer knappen Mehrheit der Beteiligten kein Interesse besteht, wird von den Initiatoren als positiv bewertet: „Die hohe Beteiligung spricht für das Interesse und Engagement der Stolberger Elternschaft. Und die große Zustimmung zeigt, dass wir es geschafft haben, die neue Schullandschaft und die damit verbundene Bereicherung des Bildungsangebotes zu vermitteln”, freute sich Jörg Klein.

Der Leiter der Kogelshäuserschule, in deren Räumlichkeiten die Sekundarschule schrittweise einziehen und die auslaufende Hauptschule damit ablösen soll, hatte das Konzept als Berater der Stadt entwickelt und präsentiert und zeigte sich am Dienstag gegenüber unserer Zeitung sehr erleichtert angesichts der in dieser Deutlichkeit von ihm nicht erwarteten Entwicklung.

Das Ergebnis der Elternbefragung wird die Stadt nun der Bezirksregierung vorlegen. „Unser Gesamtkonzept hat die Menschen offenbar überzeugt”, formuliert Fachbereichsleiter Willi Seyffarth seine Erkenntnis und zeigt sich überzeugt, dass der Einführung der Sekundarschule nun nichts mehr im Weg steht.

Teilen die Aufsichtsbehörden diese Einschätzung, wird das Anmeldeverfahren für die ersten drei Eingangsklassen parallel zu dem der übrigen weiterführenden Schulen vom 13. Januar bis 5. März laufen. Für die (vierzügige) Gesamtschule wird hingegen eine bis zum 24. Februar verkürzte Einschreibefrist gelten. Weil die Verwaltung davon ausgeht, dass weitaus mehr Anmeldungen eingehen dürften als Plätze bereitgestellt werden können, soll es für die Eltern der an der Gesamtschule nicht angenommenen Kinder die Möglichkeit geben, auf eine andere Schulform ihrer Wahl in Stolberg auszuweichen.

Über den genauen Ablauf des Anmeldeverfahrens, die einzelnen Anlaufstellen sowie deren Öffnungszeiten will die Stadt im Januar informieren. Erste Gespräche dazu hat es laut Udo Griese bereits am Dienstag gegeben.
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