Großer Bahnhof für Familien auf dem Kaiserplatz

Von: Michael Grobusch
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Großen Andrang gab es unter anderem beim Kinderschminken, das auf unserm Bild die junge Annika sichtbar genießt. Foto: M. Grobusch

Stolberg. „Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen”, hatte der AWO-Vorsitzende Hans-Josef Wellmann vor zwei Wochen bei der Vorstellung des Programms fast schon flehend gesagt. Am Sonntag nun stellte er erleichtert fest: Das Wetter spielte mit!

Aber nicht nur aus diesem Grund konnte der Familientag, der im Rahmen einer Initiative der Städteregion Aachen auf dem Kaiserplatz stattfand, als großer Erfolg gewertet werden.

Ein attraktives Angebot für alle Stolberger wollten die Initiatoren, an deren Spitze das Jugendamt stand, bieten und „ganz nebenbei” einem guten Zweck dienen: Der komplette Erlös des sechsstündigen Programms, das von zahlreichen Stolberger Vereinen und Institutionen ehrenamtlich getragen wurde, kommt der Aktion „Mittagessen im Kindergarten” (Mieki) von Arbeiterwohlfahrt und Jugendamt zugute.

Beide Ziele wurden an diesem Sonntagnachmittag erreicht. Und die Tatsache, dass die Mitarbeiter der Energie- und Wasserversorgung (EWV) bei dieser Gelegenheit auch noch einen Scheck über 3500 Euro überreichten, sorgte für noch zufriedenere Gesichter.

Ein solches Gesicht gehörte beispielsweise zu Marion Heinen. Die Erzieherin der Kita „Abenteuerland” in der Höhenstraße war mit Begeisterung bei der Sache und half mehrere Stunden am Wurfstand. „Wenn man die Resonanz sieht, weiß man, dass sich das Engagement lohnt. Außerdem ist das hier ja alles für einen guten Zweck”, erklärte sie.

Es waren auffällig viele Kindertagesstätten vertreten - auf der Bühne oder bei den verschiedenen Attraktionen, die vor allem Kinderherzen höher schlagen ließen. „Wir pflegen einen sehr intensiven Kontakt mit den Leiterinnen und Erzieherinnen. Schließlich sind sie unser direkter Draht zu den Kindern, denen mit Mieki geholfen wird”, lobte Hans-Josef Wellmann den Einsatz. Dem konnte sich Michael Bosseler nur anschließen. Der städtische Jugendarbeiter hatte nicht nur am Vorabend das Jugendkonzert „J.U.K.S.” begleitet, sondern war am Sonntagmorgen auch schon wieder um 7.30 Uhr zur Vorbereitung des Familienfestes erschienen.

„An dem guten Zusammenwirken aller Beteiligten erkennt man, wie gut das Netzwerk in der Stolberger Kinder- und Jugendhilfe funktioniert”, zeigt er sich beeindruckt. Nicht anders erging es Bürgermeister Ferdi Gatzweiler, der vom „sozialen Engagement und der Zusammengehörigkeit in Stolberg” schwärmte.

Ins Schwärmen gerieten auch die Besucher, die bei bewusst niedrig angesetzten Preisen einige schöne Stunden verbringen konnten. Ponyreiten und Kinderschminken gehörten ebenso zum Angebot wie ein Flohmarkt, der Luftballonwettbewerb, das Kettenkarussell und die Geräte des Spielmobils.

Bei so vielen Attraktionen ging eine Option, die durch einen Sondertarif des AVV flankiert wurde, beinahe unter. Viele Menschen verzichteten darauf, die übrigen Stationen des Familientages in der Städteregion zu besuchen. In Aachen, Alsdorf, Eschweiler und am Rursee fanden zeitgleich ebenfalls Großveranstaltungen mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten statt. Doch warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah ...
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