Stolberg - Grenzland-Zupforchester: Voll fließender Harmonie und Klangfülle

Grenzland-Zupforchester: Voll fließender Harmonie und Klangfülle

Von: dim
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Das Grenzland-Zupforchester begeisterte seine Zuhörer in der gut gefüllten Finkenbergkirche. Das vielfältige Programm forderte den Musikern einiges ab. Virtuos meisterten sie die Herausforderung. Foto: D. Müller

Stolberg. Der 13. Internationale Konzertzyklus auf dem Finkenberg ist mit einem eindrucksvollen Konzert eröffnet worden. Zu Gast in der gut besuchten Finkenbergkirche waren die Damen und Herren des Grenzland-Zupforchesters unter der musikalischen Leitung von Josef Wieland.

Das 22-köpfige Ensemble präsentierte sich voller fließender Harmonie und mit großer klanglicher Einheit, die auch gegeben war, als Kantor Gunther Antensteiner an der Orgel gemeinsam mit dem Orchester ein Werk des Komponisten Joseph Haydn (1732-1809) intonierte.

Neben diesem Einsatz bei dem „Konzert in C für Orgel und Zupforchester“ in der Bearbeitung von Marga Wilden-Hüsgen griff Antensteiner ein weiteres Mal in die Tasten und in das musikalische Geschehen ein und steuerte solistisch Adolph Friedrich Hesses (1809-1863) „Fugiertes Vor- oder Nachspiel“ zu dem sehr gelungenen Konzert auf dem Finkenberg bei.

Das Grenzland-Zupforchester indes konzentrierte sich seinerseits auf moderne Komponisten, und die Auswahl der Werke traf offensichtlich ganz den Geschmack des Publikums, das den Instrumentalisten ausgiebig applaudierte.

Traditionelle Besetzung

In der traditionellen Besetzung mit Mandolinen, Mandolen, Gitarren und Kontrabässen ließ das Orchester zunächst die „Suite Bergerac“ von Marlo Strauß (1957) virtuos erklingen. Derzeit Dozent für Mandoline an der Musikakademie der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens in Eupen, blickt Strauß auch auf eine Karriere in der Populärmusik zurück, spielte unter anderem Gitarre in der „Ina Deter Band“.

In der Finkenbergkirche gereichte auch die „Prelude e Fuge“ von Claudio Mandonico (1957) zu einem wahren Hörgenuss, und die Musiker glänzten in vier Sätzen des Werkes „Beyond the Rainbow“ von dem japanischen Komponisten Yasuo Kuwahara (1946-2003), wobei das Zupforchester sowohl seinem Namen zupfend alle Ehre machte, als auch die Saiten ansprechend tremolierte.

Bei einem eher selten gehörten Werk von Hermann Ambrosius (1897-1983) zeigten Marion Mennicken, Andrea Pohl und Eva Soja sich vielseitig: Für die „Suite d-moll“ legten die Orchestermitglieder ihre Zupfinstrumente beiseite und erweiterten das Ensemble um Sopran-, Alt- und Bassblockflöte. Das Grenzland-Zupforchester meisterte auch dieses Werk bravourös, es brillierte ganz besonders in den lebhaften bis temperamentvollen Passagen und entfaltete so gekonnt die spürbare Dramatik der Suite.

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