Stolberg - Grabgesang für Romeo und Julia feiert Premiere

Grabgesang für Romeo und Julia feiert Premiere

Von: mlo
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Der Rockchor unter Leitung von Steve McGarvie bediente das Publikum mit Popmusik von Bryan Adams bis zu Madonna. Foto: M. Otten

Stolberg. Darlington befindet sich im Norden Englands und hat über 100.000 Einwohner. Dort befindet sich auch das Queen Elizabeth Sixth Form College, eine der führenden Schulen Englands mit 1900 Schülern. Ausgerichtet auf die 16- bis 18-jährigen Schülerinnen und Schüler, bietet das Collage eine Fülle von Kursen an, darunter auch in Musik.

38 Sänger und Instrumentalisten befanden sich nun mit ihren sechs Betreuern und Lehrern (Simon Flemming, Steve Mc Garvie, Stuck Hargrave, Rachel Hagger, Gillian Westlake und Kat Forster) und zwei Busfahrern auf einer kleinen europäischen Musiktour im Grenzgebiet: Valkenburg, Maastricht, Lüttich und Stolberg waren die Stationen. Die Schülerinnen und Schülern präsentierten in sechs verschiedenen Formationen die große Bandbreite ihrer Stilrichtungen und zeigten mit ihrem Auftritt in Stolberg, dass die Schule auch außerhalb der eigenen Stadt Freude machen kann.

Der Rockchor passte seine Stück dem Zeitgeist der jungen Leute an und bediente das spärlich erschienene Publikum – das Konzert war am Samstag um 14 Uhr – mit Popmusik von Bryan Adams („Run To You“), Gregory Porter („Hey Laura“), David Guetta („Titanium“), Kate Perry („Firework“) und Madonna („Like A Prayer“).

Georg Händel war gleich mit drei Stücken vertreten. Ein Hörgenuss waren „Die Ankunft der Königin von Saba“, das „Ombra Mai Fu“ des Streicherquartetts sowie die „Sarabande“ und die „Variationen“ des relativ neu gegründeten Barock-Ensembles. Premiere hatte auf der Tour das „Solemn Dirge“ von Charles Avison. Den feierlichen Grabgesang für Romeo und Julia sangen Becca Feary und Jo-Ann Lambert in Begleitung des Barock-Ensembles. Recht anspruchsvoll war das „Concerto für zwei Violinen und Streicher“ von Antonio Vivaldi. Als Solisten traten hier Bethan Hacker und David Winlo auf.

Lust auf gemeinsames Singen mit anspruchsvoll klassischen Werken verbindet den klassischen Chor dieser Schule. Mit Erfolg sangen die jungen Leute das am Piano begleitete„Non Nobis Domine“ von 1934 des englischen Komponisten Roger Quilter. Das Wunder der Schöpfung wurde a cappella in einer John Rutter Komposition besungen. Ein anderer englischer Komponist war Thomas Tallis, dessen geistliche vokale Musik zur Zeit der englischen Reformation geschrieben wurde.

Hinter dem Jazz Ensemble verbarg sich ein Saxofon-Quartett, das Elton Johns „A Lion King Medley“, „What A Wonderful World“ (Bob Thiele und George Weiss) sowie George Gershwins „A Foggy Day“ interpretierte. Das Quintett aus Klarinette, Drums, Piano, Gitarre und Gesang stellte sich mit „Stacey’s Mom“ und „Tainted Love“ (Verdorbene Liebe) vor. Die Fähigkeit zur Improvisation spielte hier eine besondere Rolle, und es gab immer wieder Zwischenapplaus. Wirklich schade war nur, dass so wenige Interessierte in die Burg gekommen waren.

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