Gottesdienst der besonderen Art gefeiert

Von: dö
Letzte Aktualisierung:
10351206.jpg
Gottesdienst auf einer Waldwiese: Sonja Trimborn und Anja Drummen (von links) feierten gemeinsam mit den Kindern einen besonderen Open-Air-Gottesdienst. Foto: T. Dörflinger

Stolberg-Mausbach. Einen Gottesdienst der ganz anderen Art feierte jetzt eine 20-köpfige, aus Eltern und Kindern bestehende Gruppe der Pfarre St. Markus.

Denn nicht die Pfarrkirche war der Ort des Wortgottesdienstes, sondern eine Waldwiese in der Nähe des alten Forsthauses Süssendell. Angesichts der unbeständigen Witterung - der große Regen setzte aber erst nach Ende der Veranstaltung ein - hatte man unter einem Schutzpilz Platz genommen.

Auch im Pfarrheim

Geleitet wurde der Gottesdienst von Anja Drummen und Sonia Trimborn, die zu einem Kreis von sechs Erwachsenen gehören, die monatlich parallel zur Feier in der Pfarrkirche einen Wortgottesdienst für Kinder im Pfarrheim oder wie jetzt geschehen, in der freien Natur veranstalten. Dem Naturerlebnis und der Umgebung entsprechend lautete das Motto der 45-minütigen Open- Air-Feier „Leben wie ein Baum“.

Dazu hatten die Lehrerin und die Krankenschwester Texte und Lieder ausgesucht, die Vergleiche zwischen dem Werden und Wachsen eines Baumes sowie der Entwicklung und Entfaltung eines Menschen erlaubten.

Um das Motto auch visuell darzustellen und den Kindern zu vermitteln, das das Werden und Wachsen eines gläubigen Menschen auch einen Gottesbezug hat, hatten die beiden Protagonisten Gegenstände und Materialien mitgebracht.

So diente unter anderem eine Schultüte dazu, den Eintritt in den Schulalltag darzustellen, und Baumscheiben wurden dazu genutzt, um anhand der Ringe die Fortentwicklung eines Baumes zu veranschaulichen. Die Größe und Anzahl der Baumringe nutzten die Kinder dazu, um sich darüber Gedanken zu machen, wie es dem Baum in guten und schlechten Zeiten ergangen ist.

Jahresringe aufschlussreich

Denn deutlich war auf den Baumscheiben jeweils zu erkennen, dass der Baum breitere Jahresringe entwickelt hatte, in Jahren, in denen er besonders viel Wasser bekommen hatte und es ihm demnach gut ging. Diese Tatsache nutzte die kleine Gemeinde dazu, um sich mit der Frage zu beschäftigen, wer denn dem Menschen Schutz, Geborgenheit und Trost gibt, wenn im Alltag Probleme auftauchen und nicht wie gewohnt, alles glatt und eben verläuft. Schnell wurde deutlich, dass neben den Eltern, Geschwistern und Freunden auch Gott dem Menschen Schutz und Halt gibt.

Ergänzt wurde der Wortgottesdienst durch Fürbitten, die die Kinder selbst vortrugen. Abschluss der kleinen Feier war dann das gemeinsam gesprochene „Vater unser“.

„Es gibt keinen besseren Platz als die freie Natur um den Kindern die Nähe Gottes spüren zu lassen. In der Natur ist Gott uns besonders nah“, versicherte Anja Drummen, die als Lehrerin an der Grundschule Bischofstraße tätig ist.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert