Gospelchor: Funke springt schnell aufs Publikum über

Von: Marie-Luise Otten
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„Joyful Spirit“ unter der Leitung von Maria Hermanns (vorne rechts) animierte das Publikum im Rittersaal der Burg zum Singen, Tanzen und Klatschen. Foto: M.-L. Otten

Stolberg. Pure Lebensfreude versprühte der Raerener Gospelchor beim letzten Abokonzert im Rittersaal der Stolberger Burg. Die Lieder der 25 Sängerinnen und Sänger von „Joyful Spirit“ wurden alle auswendig gesungen und gingen unter die Haut.

Authentische westafrikanische Klänge gab es im Wechsel mit rhythmisch-mitreißenden Traditionals und modernen Arrangements. Immer wieder verstand es die energiegeladene Leiterin Maria Hermanns aus Hauset, die Zuhörer ins Geschehen einzubinden. So wurde gemeinsam getanzt, geklatscht und gesungen. Am Ende gab es vom Publikum stehende Ovationen für dieses außergewöhnliche Erlebnis.

Gospel fragt nicht danach, ob man evangelisch oder katholisch ist, Baptist oder Methodist, sondern es geht um die Vermittlung der frohen Botschaft, der Freude und der Hoffnung des Evangeliums. Diesem Anliegen wurden der Chor gerecht, hatten die Sänger doch genauso viel Freude wie die Zuhörer. An den Programmbeginn setzten sie den südafrikanischen Freiheitssong „Singabahambayo“, dabei kamen sie singend aus dem Nebenraum auf die Bühne, wo sie sich zum Chor aufstellten.

Stücke mit Klavierbegleitung

Neben vielen A-cappella-Stücken wurden einige Titel am Klavier begleitet. Den Part übernahm Guido Emonts aus Eupen, während Glodi Omokoko-Odimba aus Raeren für die Percussion an Djembé und Cajón verantwortlich war.

In den traditionellen Stücken war immer der Wunsch nach Freiheit unter den Sklaven präsent, sie entwickelten eine religiös kodierte Sprache. So wurde das Gebiet ohne Sklaverei „The Promised Land“ umschrieben, und im „Wade in the Water“ wateten die Flüchtlinge durch das Wasser, um die Hunde der Verfolger abzuschütteln. Immer wieder gab es stürmischen Beifall für die mitreißenden Songs. Flotte Tempi wechselten sich mit getragenen Rhythmen ab. Bei dem Stück „Call and Response“ hielt der Vorsänger (Prediger) rhythmische Zwiesprache mit dem Chor (der Gemeinde).

Auch die acht Männer des Chores überzeugten uneingeschränkt mit einem ausdrucksstarken Lobpreis des Herrn und der Frauenchor mit einem afrikanischen Wiegenlied.

Nach dem „Give us this Day“, der zeitgenössischen Version des „Vaters unsers“, mit dem „Joyful Spirit“ den Menschen in Lampedusa gedachte, folgte ein afrikanisches Weihnachtslied, das die als Sängerin ausgebildete Maria Hermanns anstimmte. Den Schluss bildeten alle zusammen – die Künstler auf der Bühne mit dem Publikum im Rittersaal der Stolberger Burg.

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