Stolberg-Venwegen - Goldenes Priesterjubiläum in der Heimat gefeiert

Goldenes Priesterjubiläum in der Heimat gefeiert

Von: Toni Dörflinger
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Sein goldenes Priesterjubiläum feiert Josef Reuter, hier in der Propsteikirche Kempen, heute in Venwegen. Foto: F. Reimann

Stolberg-Venwegen. Ein Priester, der Fußball spielt? Für Dr. Josef Reuter, der am heutigen Samstag um 17 Uhr in der Pfarrkirche St. Brigida sein Goldenes Priesterjubiläum feiert, waren das nie Gegensätze. Schließlich hat sich Reuter auch im ersten Jahr seiner Priestertätigkeit weiterhin dem Fußballsport gewidmet. Eine Disziplin, die der Goldjubilar, der vor seiner Pensionierung im Jahre 2003 in Kempen am Niederrhein als Propst tätig war, schon Anfang der 1950er Jahre in seinem Heimatort Venwegen ausgeübt hat.

Damals bekleidete er lange Zeit beim VfR Venwegen die Position des Mittelläufers. Dem Sport ist Reuter auch während seiner Lehrertätigkeit in den 1970er Jahren am Albertus-Magnus-Gymnasium in Viersen-Dülken treu geblieben. Dort gehörte neben dem Latein- und Religionsunterricht auch die sportliche Ausbildung der Gymnasiasten zu seinem Aufgabenbereich.

Inzwischen jagt Reuter zwar nicht mehr dem runden Leder nach, aber Touren mit dem Pedelec durch die niederrheinische Landschaft gehören weiterhin zum Programm des körperlich fitten 76-Jährigen.

Seine Kindheit und Jugend hat der Goldjubilar in Venwegen verbracht. Dort wurde er 1936 als ältestes von drei Kindern des Ehepaares Peter und Katharina Reuter geboren. Sein Geburtshaus ist die ehemalige, an der Vennstraße liegende Schule. Dort war seine Mutter als Hausmeisterin tätig. Zum Priester geweiht wurde Reuter im März 1963 im Aachener Dom. Seine Motivation, Priester zu werden, begründet der Goldjubilar mit den Worten: „Die Fragen nach Gott, dem Menschsein und der Welt, haben mich schon immer bewegt. Meinen Mitmenschen bei der Beantwortung dieser Fragen zu helfen haben mir meine Entscheidung leicht gemacht“.

Die Weihe und Primiz hatte der Neupriester am 17. März 1963 in seinem Geburtsort gefeiert, es folgte die Kaplanstelle in der Burtscheider Pfarrgemeinde St. Johann. Nach einem anderthalbjährigen Intermezzo in Haus Eich schloss sich die zehnjährige Tätigkeit am Dülkener Gymnasium, zu dem ein Internat gehört. Diese Einrichtung hat Reuter nach eigenen Worten einst mit aufgebaut.

Als Multitalent gefordert war der Goldpriester während seiner Tätigkeit im niederrheinischen Kempen. Neben seinem Amt als Propst an der Kempener Kirche St. Mariä-Geburt von 1976 bis 2003 war der Pfarrer nicht nur für zwölf Kirchen und Kapellen zuständig, sondern musste sich auch um die dortigen Erziehungsberatungsstellen kümmern. Verdient gemacht hat sich der Priester, der neben Theologie in Bonn, Innsbruck und Aachen auch Kunstgeschichte studiert hat, auch um den Aufbau und der Einrichtung des Museums für Sakralkunst in Kempen.

Von Reuters Vorlieben für Kunst und Historie haben auch die Venwegener profitiert. Dort richtete der Jubilar während seiner Beschäftigung als Subsidiar im Dekanat Kornelimünster von 2003 bis 2010 gemeinsam mit fünf weiteren örtlichen Geschichtsfreunden ein Pfarrarchiv ein. „Wir haben die alten Dokumente und Urkunden gesichtet und geordnet. Form und System lagen im Argen“, versichert Reuter, der immer noch eine kleine Wohnung in Venwegen besitzt, aber seit 2010 wieder in Kempen lebt.

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