Goethe-Gymnasium: Spatenstich für den Mensabau

Von: Kolja Linden
Letzte Aktualisierung:
goe-spaten-bu
Es darf gebuddelt werden: Klaus Bernardi, Patrick Haas, Ulrich Coopmann, Ferdi Gatzweiler und Stefanie Luczak machen den Anfang. Foto: K. Linden

Stolberg. Ein bisschen skeptisch schaute er dann doch, der alte Goethe: Als Pappfigur hatten sie ihn aufgestellt, den Namensgeber der Schule, und als solche schaute er den fünf Akteuren über die Schulter, die mit dem ersten Spatenstich symbolisch eine neue Zeitrechnung an dem Stolberger Ganztagsgymnasium einläuteten.

Und positiv lässt sich vermelden: Bürgermeister Ferdi Gatzweiler, Schulleiterin Stefanie Luczak, Schulausschussvorsitzender Patrick Haas, Architekt Klaus Bernardi und Hochbauamtsleiter Ulrich Coopmann haben ihre Sache gut gemacht, und das auch noch ohne Verzögerung am Montagmittag.

Spätes grünes Licht

Nicht selbstverständlich angesichts der Historie, die der Mensabau hinter sich hat, noch bevor der erste Stein gelegt wurde: Rund zwei Jahre hat der Kampf der Schule um einen Erweiterungsbau gedauert. Zur Erinnerung: Spätestens mit dem Ratsbeschluss vom Herbst 2008, das Goethe-Gymnasium zur Ganztagsschule zu machen, war klar, dass zusätzliche Räume - nicht nur für die Mensa - benötigt würden.

Doch wegen der städtischen Finanzmisere kam das endgültige grüne Licht für den längst durchgeplanten Bau erst vor zwei Monaten, als der Hauptausschuss am 13. April durch Verzicht auf Kredite die finanziellen Rahmenbedingungen schuf.

Und deshalb dankte Schulleitern Stefanie Luczak auch den anwesenden Politikern noch einmal für ihre Unterstützung - außer der FDP hatten alle großen Parteien im Rat bis zuletzt an dem Projekt festgehalten - in den vergangenen zwei Jahren.

Doch das Lob der Schulleiterin galt auch Eltern und Kindern der Schule, die zum Teil selbst bei Ratssitzungen zugegen waren, um die Bedeutung des Baus für ihre Schule und ihre Bildungsvoraussetzungen zu betonen. „Die Eltern und Kinder haben so manchen Kampf mit uns ausgefochten”, erinnerte Luczak.

„Schön, dass die Schülerinnen und Schüler das als ihre Angelegenheit betrachtet haben.” Für Luczak war es der „letzte Kampf”: Die Rektorin geht in Pension und übergibt ihr Amt zum 1. August an den Kollegen Bernd Decker.

„Hartes Stück Arbeit”

An „ein hartes Stück Arbeit” dachte auch Ferdi Gatzweiler zurück, umso mehr freut sich der Bürgermeister über einen Zweckbau, der nun entsteht und den Plänen nach durchaus wie ein Luxusbau aussehe. „Es ist uns in Stolberg gelungen, im Schulterschluss in Bildung und Schule zu investieren”, sagte Gatzweiler. Lippenbekenntnisse zugunsten von Bildung würden überall gemacht, „aber hier haben wir es umgesetzt”.

Umgesetzt ist zumindest die Planung und Finanzierung. Nun muss gebaut werden, denn in spätestens einem Jahr wollen sich alle an gleicher Stelle wieder treffen, „um die Türen zur neuen Mensa zu öffnen”, wie Stefanie Luczak prophezeite.

Diesen Termin einzuhalten versprach am Montag Hochbauamtsleiter Ulrich Coopmann. Mitte Juni 2010, das wäre dann der bisher jüngste von zahlreichen bisher avisierten Eröffnungsterminen. Nachdem Dezember 2009 schon lange und nun auch Februar oder April 2010 aus dem Rennen sind, hatte zuletzt Fachbereichsleiter Josef Braun nach Rücksprache mit dem Hochbauamt Ende Mai 2011 prophezeit - wenn denn die Hülle vor dem Winter fertig wird, damit dann drinnen die Ausbaugewerke erledigt werden können.

Der skeptische Blick des alten Goethe bleibt also weiter angebracht, zumindest in Bezug auf die Zeitplanung. Montag aber wollte davon niemand etwas wissen, denn für die Schule war dies allein ein Tag der Vorfreude.

Entspannung, Offenheit, Heiterkeit und freundliche Atmosphäre

In den Hang zwischen vorhandenem Schulkomplex und Walther-Dobbelmann-Straße hineingeschoben wird der Erweiterungsbau mit Mensa sowie Lern- und Arbeitsräumen.

Geprägt werde das Gebäude durch große Glasflächenanteile in der Fassade, so Klaus Bernardi. Weil es außerdem über eine Außenterasse und freie Fensterparteien verfügt, öffne sich das Gebäude zur Talseite und der umgebenden Grünfläche, so der Aachener Architekt.

Entspannung, Offenheit, Heiterkeit und freundliche Atmosphäre soll das neue Gebäude vermitteln. Dazu tragen laut Bernardi auch die unterschiedlich farbigen Plattenelemente der nicht verglasten Fassadekonstruktion bei.

Es werde ein „dynamischer Farbwechsel von helleren zu dunkleren Farbtönen vorgenommen”. Die Farben stünden leicht kontrastierend mit den Farben des Umfeldes und dem jahreszeitlich sich verändernden Farbspiel der Vegetation und dem Bestand der Schule.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert