Goethe-Gymnasium: „Big Challenge“ großartig gemeistert

Von: Thomas Waltl
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Great Britain: Lehrer Christian Wand ist stolz auf seine Schülerin Marlene Alms, die beim Englischwettbewerb „The Big Challenge“ deutschlandweit vorne mitmischte. Foto: T. Waltl

Stolberg. Viele Menschen sind einem entgegengekommen, im Goethe-Gymnasium. Es herrschte teilweise Hektik, aber fast alle, egal ob Lehrer oder Schüler, waren voller Freude. Denn Zeugnistag bedeutet ja nicht nur, dass die Kinder den Leistungsnachweis für das vergangene Schuljahr bekommen, sondern auch sechs Wochen verdiente Ferien.

Und während bei der Zeugnisausgabe in der Klasse 6d wild durcheinander geredet wurde, war eine die Ruhe selbst. Ihr Name: Marlene Alms.

Fast schon bescheiden nahm sie das Zeugnis mit ihrem Namen entgegen, so als ob gute Noten quasi selbstverständlich sind. Genauso bescheiden sprach sie danach über ihren großen Erfolg beim Wettbewerb „The Big Challenge“. Der Wettbewerb ist der erste schulübergreifende Englischwettbewerb in Deutschland. Auch in Österreich, Schweden und Spanien nehmen jedes Jahr viele Schüler daran teil. Von der fünften bis zur neunten Schulstufe stellten sich Schüler von 2246 Schulen in ganz Deutschland dem Multiple-Choice-Fragebogen.

Zum dritten Mal dabei

Das Goethe-Gymnasium war mit den Schülern des bilingualen deutsch-englisch Zweigs bereits zum dritten Mal dabei. So auch 29 Schüler der sechsten Klasse. Und obwohl alle Schüler durchschnittlich bis überdurchschnittlich abschnitten, lag die Siegerin, Marlene Alms, mit großem Vorsprung an der ersten Stelle.

Auch im landes- und bundesweiten Vergleich konnte sich ihr Resultat mehr als sehen lassen. Mit dem hervorragenden fünften Platz im Bundesland (13.488 Teilnehmer) und dem 32. Platz in ganz Deutschland (41.726 Teilnehmer), konnte die Schülerin auch ihre Platzierungen aus dem Vorjahr verbessern (11. in NRW bzw. 111. In Deutschland).

Viel gelernt hat sie für den Test nicht: „Ich habe mir vorher eine App runtergeladen, bei der man den Test simulieren konnte und dann habe ich das halt ein paar Mal geübt.“ Beim 45-minütigen Fragebogen wurde den Schülern Wissen verschiedenster Bereiche abgefragt. „Wir mussten Grammatik-, Verbform- und Wortschatzübungen machen. Aber auch Allgemeinwissen war notwendig. Es gab Beispiele, bei der die Geschichte von Großbritannien gefragt wurde.“

Minus für falsche Antworten

Schwierigkeiten hatte Marlene eigentlich keine, mit Ausnahme mancher Betonungsaufgaben, „dort habe ich mich aber einfach auf mein Gefühl verlassen“. Mit dem Raten mussten die Schüler aber vorsichtig sein, schließlich gab es für falsche Antworten sogar Minuspunkte. Aber das war Marlene schon vom Mathewettbewerb gewohnt, bei dem sie schon öfters, wie gewohnt, sehr gut abgeschnitten hatte.

Besonders stolz auf die Schülerin ist ihr Englischlehrer Christian Wand: „Unter den Top Five von ganz Nordrhein-Westfalen zu stehen ist schon eine ordentliche Hausnummer.“ Für den jungen und bei den Schülern beliebten Lehrer spielt der Wettbewerb für die bilingualen Klassen eine wichtige Rolle: „Das Goethe-Gymnasium hat bewusst an dem in ganz Europa standardisierten Wettbewerb teilgenommen, damit die Schüler auch einmal ein ungewohntes Testverfahren, abseits von üblichen Klassenarbeiten kennenlernen.“

Außerdem sei es ein Bonus für die Schüler, sich mit vielen anderen Kindern aus ganz Deutschland messen zu können, betont Wand. Einfluss auf die Englischnoten haben die Testergebnisse keine, damit die Schüler ohne Druck und mit Spaß den Fragebogen ausfüllen können.

Bei Marlene Alms wäre das ohnehin nicht notwendig, schließlich ist sie so oder so besonders gut in Englisch. Das Lieblingsfach der Sechstklässlerin sei aber Mathe und nicht Englisch, verrät sie schüchtern. Als sie das sagte, musste ihr Lehrer kurz schmunzeln. Des Öfteren hilft Marlene auch ihren Mitschülern bei kleineren Problemen im Englischunterricht. Lehrerin möchte sie aber keine werden. Warum? „Ich stelle mir das ständige Arbeiten korrigieren ziemlich langweilig vor.“

Geht es nach der Schülerin, könnte ein Wettbewerb wie „The Big Challenge“ ruhig öfter stattfinden, denn mit ihren Erfolgen sahnte sie auch eine Menge an Preisen ab: T-Shirt, Pokal, Medaille oder auch eine Tasse waren dabei. Während die Gewinner des Englischwettbewerbs wirklich etwas gewinnen können, bekommen die Schüler für gute Noten bei Klassenarbeiten natürlich nichts. Jedenfalls ist das beim Goethe-Gymnasium so. Den Schülern und Marlene Alms würde es aber sicherlich nichts ausmachen, wenn es irgendwann einmal anders sein sollte.

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