Gesundheitsforum: Leistenbruch hat viele Ursachen

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Diese Herren freuen sich auf viele interessierte Zuhörer: von links PD Dr. Jürgen Witte, Dr. Martin Schreck, Heinz Jörg Fiegen, PD Dr. Joachim W. Heise und Moderator Helmut Schroeter. Foto: H. Eisenmenger

Stolberg. „Einen Bruch gehoben“ – heißt es im Volksmund. Allerdings sind nur wenige Leistenbrüche tatsächlich auf das Heben schwerer Lasten zurückzuführen. Die Ursachen können sehr vielfältig sein. Ursachen für den Leistenbruch und Behandlungsmethoden stehen im Mittelpunkt einer Informationsveranstaltung im Bethlehem-Gesundheitszentrum.

Gemeinhin versteht man unter einem Leistenbruch einen Eingeweidebruch („Hernie“) im Bereich des Leistenkanals. Leistenhernien treten bei Männern etwa achtmal häufiger als bei Frauen auf. Ob alt oder jung spielt dabei keine Rolle – alle Altersgruppen können betroffen sein – sogar Kinder.

„Jährlich werden in Deutschland über 200.000 Leistenbrüche operiert“, sagt Chefarzt Privatdozent Dr. Joachim W. Heise. Leistenbrüche können zunächst auch beschwerdefrei sein, erlangen aber häufig Krankheitswert durch Schmerzen, die aus Einklemmungen von Baucheingeweiden herrühren. In jedem Fall sollte ein Leistenbruch ärztlich behandelt werden, da ansonsten schwerwiegende Komplikationen, wie Bauchfellentzündungen oder Darmgewebsschädigungen drohen.

Im Bethlehem Gesundheitszentrum wendet Dr. Joachim W. Heise mit seinem Team verschiedene moderne und qualitätsgesicherte Methoden zur Operation der Brüche an. „Der überwiegende Anteil dieser Operationen erfolgt unter Anwendung der Schlüsselloch-Technik – heute sicher über 90 Prozent mit Netzverstärkung“, erklärt der Chefarzt.

„Da es sich um eine sehr häufigste Operationsindikation in Deutschland handelt und viele Menschen betroffen sind, bieten wir zu diesem Krankheitsbild ein besonderes Stolberger Gesundheitsforum an“, sagt AOK-Pressesprecher Helmut Schroeter. Das Stolberger Gesundheitsforum ist ein Gemeinschaftsprojekt des Bethlehem-Krankenhauses und der AOK Rheinland/Hamburg.

Am Donnerstag, 11. Mai, um 19 Uhr geht es in der Cafeteria des Stolberger Krankenhauses an der Steinfeldstraße 5 um das Krankheitsbild, seine Entstehung, die Diagnosestellung und die Behandlungsmöglichkeiten. Neben dem Chefarzt und seinem Ärzteteam wird an diesem Abend auch der in Stolberg mit eigener Praxis niedergelassene Hausarzt Heinz Jörg Fiegen mitwirken.

Die Experten stehen nach den Vorträgen wie immer auch für Fragen der Zuhörer zur Verfügung. Der Eintritt und die Getränke sind frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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