Gesucht werden neue Paten und Puzzle-Stücke

Von: Robert Flader
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„Derzeit warten noch 15 Famil
„Derzeit warten noch 15 Familien auf neue Patenschaften”: (v.l.): Dr. Mark Brülls (SKM), Schirmherrin Dorotheee Bremen, Sabine Beckers (SKM), Bethlehem-Geschäftsführer Thomas Schellhoff und Martina Küpper (Bethlehem-Gesundheitszentrum) suchen neue Ehrenämtler. Foto: Robert Flader

Stolberg. Fast zwei Jahre nach dem Start klingt das erste Fazit durchaus positiv, wenn Martina Küpper sagt: „Derzeit werden 16 Familien durch eine Patenschaft unterstützt”, sagt die Sozialpädagogin des Bethlehem-Gesundheitszentrums über das Projekt „Familienpatenschaften”, bei dem Eltern und deren Kinder im Alltag durch Ehrenamtler unterstützt werden.

Das ist die gute Seite, des zum 1. November 2009 ins Leben gerufenen Kooperationsprojektes zwischen dem „Bethlehem” und des Katholischen Vereins für soziale Dienste (SKM). „Die Paten entlasten die Eltern zum Beispiel durch Kinderbetreuung, bei Behördengängen oder Arztbesuchen”, sagt Sabine Beckers vom SKM, die gemeinsam mit Martina Küpper das Projekt als Koordinatorin betreut.

Die etwas weniger gute Seite ist, dass händeringend neue „Paten” gesucht werden, die sich engagieren wollen. „15 weitere Familien warten auf Unterstützung”, sagt Beckers. Das Angebot erreicht nicht die Nachfrage, neue „Puzzle-Stücke” (Küpper) werden gesucht, sagt auch Dr. Mark Brülls vom SKM: „Dazu müssen wir die Hemmschwellen, die vielleicht der ein oder andere Kandidat hat, abbauen.”

Unter den Leuten, die aktuell durch eine Patenschaft unterstützt werden, seien viele Alleinerziehende oder Eltern mit Zwillingen, sagt Martina Küpper. „Manche brauchen auch Hilfe bei Schuldenfragen, an die sie sich alleine nicht herantrauen.” Schirmherrin Dorothee Bremen, selbst seit mehr als 30 Jahren freiberuflich als Hebamme tätig ergänzt: „Vor allem bei jungen Familien sind manchmal keine festen Strukturen vorhanden, und dann sind die Eltern schon mal ein bisschen überfordert mit der Erziehung.”

Die Paten seien Personen in jeder Lebenslage, jung und alt, auch für sie sei eine Patenschaft ein „Lernprozess”, wie Sabine Beckers sagt: „Manche blühen in den Familien richtig auf und werden selbst ein Teil davon.”

Doch wie geht es mit den Familienpaten, die auf drei Jahre angelegt sind und dementsprechend im November 2012 auslaufen würden, weiter? „„Das ist ein Projekt mit Nachhaltigkeit, von dem auch die Stadt profitiert”, hofft Brülls auf ein Entgegenkommen der Stadt.

Er schränkt aber mit Verweis auf die klammen Kassen ein: „Das Gesamtprojekt mit allen drei Säulen werden wir dem Jugendamt kaum für 360.000 Euro weiterhin anbieten können.” Bethlehem-Geschäftsführer Thomas Schellhoff signalisiert: „Wir sind sehr interessiert daran, diese gute auf anderen Wegen weiterzuführen. Zur Not mit anderen Sponsoren.”

Wer sich für eine Patenschaft interessiert, kann sich bei Martina Küpper (Telefon 1074595) oder Sabine Beckers (Telefon 81007) melden.
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