Gespräche über Personalabbau bei CAE kurz vor dem Durchbruch

Von: Jürgen Lange
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Aufträge über Ausrüstung un
Aufträge über Ausrüstung und Betrieb der Simulatoren wie in der Heeresfliegerschule Bückeburg, hier ein Werksmodell, sind rar geworden für die CAE. Verhandlungen über einen Personalabbau stehen kurz vor dem Abschluss.

Stolberg. „Wir sind einen guten Schritt nach vorne gekommen”, sagt Erich Meyer. Der Betriebsratsvorsitzende der Stolberger CAE Elektronik GmbH rechnet in den kommenden Wochen mit einem Abschluss einer Vereinbarung mit der Geschäftsführung über den Abbau von Arbeitsplätzen.

Eine Einschätzung, die Ulrich Aderhold teilt. „Wir sind auf einem guten Weg”, sagt der Geschäftsführer. Verhandelt werde noch über einige Details.

Im August letzten Jahres hatte das Rüstungsunternehmen angekündigt, seine Belegschaft um 145 Mitarbeiter zu reduzieren. Das trifft etwa jeden dritten Beschäftigten. Die Reform der Bundeswehr, die der Hauptauftraggeber der deutschen Tochter des kanadischen Rüstungs- und Elektronikkonzerns ist, trifft die Auftragslage der Stolberger Firma ebenso wie ihre strategische Ausrichtung. Das Unternehmen stellt sich strukturell neu auf, um überlebensfähig bleiben und die Herausforderungen der Zukunft meistern zu können. Denn das Ausbleiben von Aufträgen aus der Bundeswehr trifft die CAE nachhaltig in einem schwieriger werdenden Marktumfeld, das hatte die Geschäftsführung zuvor intensiv sondiert.

Gleichwohl habe man auch für die zukünftige Personalplanung einen eher optimistische Prognose gewählt, erklärt Aderhold. Eine richtige Einschätzung, die durch eine „positive Auftragslage” bestätigt werde. Auch außerhalb des Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung der Bundeswehr in Koblenz habe die Stolberger CAE Aufträge akquirieren können. Insofern sieht der Geschäftsführer auch die Personalplanung für die Zukunft bestätigt.

Etwa die Hälfte der zur Disposition stehenden Stellen sind bereits abgebaut. Zeitverträge wurden nicht verlängert, und eine Reihe von Beschäftigten hat sich bereits neu orientiert. „Es ist aber schade, dass vor allem junge Kollegen unser Haus verlassen haben; das ist schlecht für das Unternehmen”, zeigt Erich Meyer für die persönliche Motivation zur Neuorientierung allerdings Verständnis. „Die Situation auf dem Arbeitsmarkt ist in unserer Branche für junge Leute nicht schlecht”.

Sorgen macht sich der Betriebsratsvorsitzende mehr um die Beschäftigten, die geblieben sind. Nicht nur weil Unruhe und Frustration über den Personalabbau mittlerweile seit gut acht Monaten für Unzufriedenheit sorge, sondern weil auch für diese Kollegen Perspektiven für die Zukunft gesichert werden müssten.

Dies soll insbesondere mit einer Transfergesellschaft sowie einer Rentenbrücke ähnlich der Altersteilzeit erreicht werden. „Aber wir sind zuversichtlich, das in Kürze geregelt zu haben”, verweist Meyer auf die mittlerweile konstruktiven Gespräche mit der Geschäftsführung, die auch an einer schnellen Lösung interessiert ist.
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