Geschäfte und Kneipen früher typisch für das Viertel Mühle

Von: Toni Dörflinger
Letzte Aktualisierung:
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Beton- und Natursteinpflaster sowie Asphalt sorgen für ein freundlicheres Bild und eine bessere Wohn- und Erlebnisqualität.
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Dominiert wurde die Szene bis in die 70er Jahre hinenin von der rechts liegenden großen Eckbebauung.

Stolberg. Die Straße Auf der Mühle hat sich seit der Nachkriegszeit verändert. Auch wenn die Bebauung im Stadtbild nicht herausragend ist, so hat man sich doch bemüht, dem Areal ein freundlicheres Bild zu geben. Dominiert wurde die Szene bis in die 70er Jahre hinenin von der rechts liegenden großen Eckbebauung.

Das mehrstöckige Gebäude, das stellvertretend den Baustil der 1950er Jahre repräsentierte, wurde 1958 errichtet. Balkone und eine aufgelockerte Fassadengliederung sollten den Wohneinheiten Luft und Sonne bescheren.

Als Bauplatz hatte ein Gelände gedient, das zuvor Standort von mehreren Gebäuden war. Zwei der vier Bauten waren den Kämpfen zwischen US-amerikanischen und deutschen Truppen im Spätherbst 1944 zum Opfer gefallen. Schließlich hatte Mühle Ende 1944 für mehre Monate im Frontgebiet gelegen. Zwei weitere Bauten, unter anderem eine Gaststätte, hatte man für die Neubebauung abgerissen. Vergleicht man historische Fotos und Aufnahmen von heute, so wird deutlich dass sich im Vergleich zu heute nicht wesentlich viel verändert hat.

Verändert hat sich nur die Nutzung der Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss. So wurde damals der mittlere Bereich von der Stolberger Polizei genutzt. Sie hatte 1968 ihren bisherigen Standort in der Villa Lynen verlassen, um an der Straße Auf der Mühle größere Räumlichkeiten zu beziehen. Genutzt wurde von der Polizei dort ein Gebäude, das 15 Jahre zuvor die Kreishandwerkerschaft Aachen-Land errichtet hatte.

Aber auch dort stieß man schnell an seine räumlichen Grenzen. So wurden schon wenige Jahre später im Nachbargebäude Auf der Mühle 8 weitere Räumlichkeiten in Betrieb genommen. Ebenfalls im Gebäude Auf der Mühle 8 war zum damaligen Zeitpunkt die Gaststätte „Astoria“ untergebracht. Mit der senkrecht angebrachten Getränkereklame und der Beschriftung auf den Frontscheiben, die für eine italienische Alkoholmarke warb. Oberhalb lag das Schuhgeschäft Contrael, das dort schon in den 1950er Jahren ansässig war. 1988 wurde die Schuhhandlung umgebaut und die Räumlichkeiten in der Folgezeit als Gaststätte genutzt.

Diese Gaststätte, die seitdem die Bezeichnung „Zur Mühlenstube“ trägt, ist seit einiger Zeit verwaist und ohne Betreiber. Wenige Meter oberhalb lag das Gebäude mit dem Reklameschild der Einzelhandelskette „VeGe“, damals ein Bestandteil der Handelskette „Spar“.

Zum damaligen Zeitpunkt wurde das dortige Lebensmittelgeschäft von der Familie Soumagne geführt. Veränderungen hat inzwischen auch der Straßenraum erlebt. Er wurde 1985 neu gestaltet. Beton- und Natursteinpflaster sowie Asphalt sorgen seitdem für ein freundlicheres Bild und eine bessere Wohn- und Erlebnisqualität.

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