Gesamtschule: Es tut sich viel hinter den Kulissen

Von: ng
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Unterstützen die Stadt mit Id
Unterstützen die Stadt mit Idee und Öffentlichkeitsarbeit bei der Errichtung der Gesamtschule: Die Projektgruppe der Fachhochschule für Verwaltung mit Projektleiter Achim Graetz (2.v.l.) und Projektmanagerin Ilona Hamacher (1.v.r.). Foto: Gottfroh

Stolberg. Schon im nächsten Schuljahr soll die neue Gesamtschule in Stolberg die ersten Schüler aufnehmen. Doch bis dahin ist noch eine Menge zu tun: Nicht nur das Gebäude der alten Gutenberg-Schule - dort wird die Gesamtschule untergebracht sein.

Auch organisatorisch liegt noch ein Berg Arbeit vor den Verantwortlichen. „Auch wenn Außenstehende davon kaum etwas mitbekommen, können wir versichern: Es wird auf Hochtouren gearbeitet”, sagt Stolbergs Schuldezernent Willi Seyffarth.

Tatkräftige Unterstützung erhält die Verwaltung dabei von Studierenden der Fachschule für öffentliche Verwaltung NRW, Abteilung Köln: Beziehungen zur Hochschule hatte Fachhochschuldozent Achim Graetz geknüpft und das Projekt mit dem Titel „Schaffung von Rahmenbedingungen zur Errichtung einer Gesamtschule” gestartet. Beteiligt daran sind insgesamt acht Studenten der Fachhochschule - allesamt Beamte als Anwärter auf den gehobenen Dienst, die aus Region stammen oder gar waschechte Stolberger sind, die sich seit Oktober ganz praxisbezogen mit der künftigen Gesamtschule beschäftigen . „Wir wollen die Stadt auf diese Art auf dem Weg zur Errichtung einer Gesamtschule unterstützen”, so Graetz.

Diese Unterstützung von Seiten der Hochschule gliedert sich in drei Bereiche. Eine Gruppe Studenten befasst sich mit finanziellen Fragen, vergleicht die Kosten der Kupferstädter Gesamtschule mit denen in anderen Kommunen und hebt besondere Synergieeffekte hervor. Ganz oben auf der Agenda stehe jedoch die Frage, wie am schnellsten und effektivsten ein Förderverein an der Schule installiert werden könne, erklärt Studentin Elke Vogelgesang eine besonderen Zweig ihres Projekts.

Eine zweite Gruppe ist für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Sie rühren die Werbetrommel, rufen den Eltern der künftigen I-Dötzchen immer wieder ins Gedächtnis, dass es in Stolberg zum kommenden Schuljahr auch eine Gesamtschule geben wird und bieten durch Flyer, Broschüren oder persönliche Beratung bei Infoveranstaltungen einen wichtigen Informationsservice.

Eine dritte Gruppe befasst sich mit dem Thema Inklusion, das „derzeit in aller Munde ist, von dem aber doch niemand so ganz genau weiß, was es nun ist”, wie Graetz betont. „Wir arbeiten daran, das Stolberger Modell, also ein Konzept der Inklusion für Stolberg, zu erstellen”, sagt Graetz.

Es wird also viel getan hinter den Kulissen, es werden Impulse gesetzt, Konzepte erstellt und Idee umgesetzt und gestaltet. „Die Gesamtschule wird bei ihrer Eröffnung definitiv kein Provisorium mehr sein”, sagt Willi Seyffarth ganz deutlich.

Eltern könnten getrost auf die Gesamtschule setzen. Denn auch davon, dass es die notwendigen 100 Anmeldungen geben wird, die Gelingen oder Scheitern der Idee Gesamtschule für Stolberg bedeuten, ist er überzeugt. „140 Kinder aus Stolberg fahren jeden Tag mit dem Bus in die Nachbarkommune zur Gesamtschule. Da werden wir ganz sicher auf die 100 Anmeldungen kommen. Und deshalb arbeiten wir mit Hochdruck an der Errichtung der Gesamtschule und legen bis zur endgültigen Entscheidung keinesfalls die Hände in den Schoß”, sagt er. Wenn die Schüler kommen, dann ist die Schule fertig. Für die Stadt gibt es beim Thema Gesamtschule also keinen Plan B.
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