Gerüstet sein gegen das Bienensterben

Von: Christoph Hahn
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Eine Biene sammelt auf einer Kamillenblüte Pollen, um sie zum Bienenstock bringen zu können. Foto: Patrick Pleul, dpa
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Tierarzt Michael Müller informierte Mitglieder des Imkervereins Stolberg. Foto: C. Hahn

Stolberg-Zweifall. Diese Botschaft kommt auch beim Honig-Konsumenten mit etwas Interesse an „seinem“ Produkt an: „Das Hauptproblem ist nicht die Amerikanische Faulbrut – das Hauptproblem ist die Varroa-Milbe“, kommentiert Michael Müller, Tierarzt aus Eschweiler mit Praxis in Aachen, die Suche nach dem Killer Nummer 1 im Bienenstock, der derzeit Millionen der fleißigen Insekten den Garaus bereitet.

Auf Einladung des Imkervereins Stolberg und seines Vorsitzenden Mario Kittel war der Veterinär in die Zweifaller Gaststätte „Zur Post“ gekommen, um dort rund 30 Fachlauten, unter ihnen Frauen wie Männer, sein Expertenwissen weiterzugeben.

Gleichgesinnte

Einer, der Bescheid weiß, sprach da zu Gleichgesinnten (auch Müller ist Imker und Bienen-Sachverständiger), die wissen und kennen, wovon der Referent da spricht. Trotzdem konnten Laien von Müllers Vortrag profitieren – denn bei aller Selbstverständlichkeit (bei so vielen Insidern auf engem Raum kein Wunder) blieb der Gast dennoch ziemlich anschaulich. Den Veranstaltern kam es jedenfalls auf die geballte Information aus erster Hand an: „ Es geht ja viel herum über das Bienensterben“, bekannte Imker-Chef Kittel in seiner kurzen Begrüßung.

„Gerüstet sein“, „die Angst zu nehmen“: Das sei Sinn und Zweck einer Zusammenkunft wie der in Zweifall, die sich nicht nur für Mitglieder von Imker-Vereinen aus der Kupferstadt und anderen Orten der Städteregion wendete: „Wir wollen versuchen, uns ein bisschen zu öffnen.“

Futterkranz-Probe

Eingangs vom „Super-GAU eines Vortragenden“ (das auf dem Computer abgespeicherte Referat war unwiederbringlich abgestürzt) heimgesucht, ließ sich Michael Müller davon nicht beirren und erläuterte die Wege der Infektion, ihre Symptome wie die so genannte Fäden ziehende Masse und Möglichkeiten zur Verhütung und Eindämmung der Amerikanischen Faulbrut.

Wie sich ein Sachverständiger über eine Futterkranz-Probe Gewissheit verschafft, welche Teil des Stocks in Natronlauge gebadet oder abgeflämmt werden müssen – die Zuhörer erfuhren es ganz genau. Aus eigener Erfahrung steuerte der Kenner der Materie zudem eine beruhigende Erkenntnis bei: „Bislang waren alle Proben, die ich entnommen habe, negativ.“ Stolbergs Imker im Internet: www.imkerverein-stolberg.de

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